Lebendiges-Neuwied

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Stellungnahme zu Gordon Schnieders Aufforderung beim politischen Aschermittwoch

Dank Bundeskanzler Friedrich Merz wissen wir, dass zwischen den Erzählungen im Wahlkampf und dem konkreten Regierungshandeln danach ein viele Menschen an der CDU-Basis und auch als Wählende mitunter verstörender Widerspruch deutlich geworden ist. Insofern ist es in erster Linie wohl dem Landtagswahlkampf geschuldet, wenn der CDU-Spitzenkandidat Gordon Schnieder Ministerpräsident Alexander Schweitzer auffordert, sich klar von der Linken zu distanzieren. Wie die Realität nach der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz sein wird, wissen wir nicht.

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Erklärung zum Russland-Ukraine-Krieg

Ich kann all jene gut verstehen, die immer wieder die Diplomatie als Lösung für den militärischen Konflikt zwischen der Russischen Föderation und der Ukraine anführen. Ich selbst verabscheue bis aufs Tiefste Krieg und Gewalt und bin davon überzeugt, dass Konflikte zwischen Staaten nur friedlich zu lösen sind. Im Falle des aktuellen Ukraine-Konflikts frage ich mich jedoch, wer auf der russischen Seite an wirklich ernsthaften Verhandlungen für eine Friedenslösung interessiert ist. Ein ungerechter Frieden wäre es, wenn die Ukraine praktisch ihre gesamten Interessen dem russischen Kriegsverbrecher Wladimir Putin opfern würde. Ich war immer zumindest Sympathisant pazifistischer Ideen und die Regelung von Konflikten mit Waffen ist mir zuwider und passt nicht in eine zivilisierte Welt.

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Stellungnahme zu manchen Ukraine-Gedanken

Die These, vielleicht bestünde die beste Unterstützung für das überfallene Land darin, es davon zu überzeugen, einem (wenn auch schlechten) Frieden endlich zuzustimmen, zeugt von einer Ahnungslosigkeit im Hinblick auf die Gegebenheiten im Donbass. Dass Putin auf der Abtretung des gesamten Donbass als fundamentaler Bedingung für weitere Verhandlungen besteht, hängt damit zusammen, dass durch die Abtretung des unter ukrainischer Kontrolle verbleibenden Teils der Oblast Donezk an Russland die Ukraine wichtige Verteidigungsstützpunkte verlöre, so dass Russland nach einem „Friedensabkommen“ mit einer besseren Durchmarschmöglichkeit nach Kiew wieder angreifen kann, was zu erwarten ist.

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Erklärung zu den Vorschlägen des CDU-Wirtschaftsrats

Ein erneuter tiefer Griff in die neoliberale Folterkammer ist der Vorschlag des CDU-Wirtschaftsrates, wonach Patienten ihre Zahnbehandlungen selbst bezahlen sollen und noch andere weitgehende Eingriffe in die Leistungskataloge der gesetzlichen Krankenkassen hinnehmen sollen. Hier zeigt sich der CDU-Wirtschaftsrat mal wieder erneut als Instrument zur Unkenntlichmachung unseres Sozialstaates. Das ganze verfassungsfeindliche Gerede dient nur zur Stimmungsmache gegen Menschen mit niedrigerem Einkommen, also Arme, und erinnert daran, wie eine bestimmte Stimmung erzeugt wird, die den Menschen suggeriert, Kranke seien selbst Schuld an ihrer Krankheit und müssten dafür büßen. Das Grundgesetz beinhaltet als Verfassungsgebot den Sozialstaat und wird auch als Sicherungsinstrument für diesen betrachtet.

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Stellungnahme zur Erklärung der CDA im Kreis Neuwied

Sehr gut, dass sich die Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft (CDA) im Kreis Neuwied so deutlich gegen den Antrag der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) zum bevorstehenden CDU-Bundesparteitag ausspricht, den man auch als Klassenkampf von oben bezeichnen kann. Von "Lifestyle-Teilzeit" zu sprechen, ist reiner Populismus. Die Rahmenbedingungen, damit mehr als Teilzeit gearbeitet wird, bleiben nämlich völlig außen vor, und mit dem Lifestyle-Begriff wird alles dem Einzelnen angelastet. Jemanden zur Mehrarbeit zu zwingen, erhöht zwar die Anwesenheitszeit am Arbeitsplatz,

Zwang führt jedoch nicht unbedingt zu Produktivitätsgewinn, Anreize wären sinnvoller. Der Personalmangel würde zudem größer, wenn Teilzeitarbeitende lieber ganz aufhörten als sich zu längerem Arbeiten zwingen zu lassen. In einer Demokratie ist es schließlich nicht Aufgabe der Politik, derart rigoros in den individuellen Lebensbereich der Menschen einzugreifen.

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Stellungnahme zum Grünen-Bashing wegen des Mercosur-Abkommens

Für die Überprüfung des Mercosur-Abkommens stimmten im Europäischen Parlament europaweit auch 43 Konservative, 34 Sozialdemokraten und 24 Liberale, also Abgeordnete aus der christdemokratischen EVP, sozialdemokratischen S&D und liberalen Renew. Jetzt war das Abstimmungsergebnis so knapp, dass acht deutsche Grünen-Abgeordnete und drei weitere deutsche Stimmen, hätten sie dagegen gestimmt, genügt hätten, um das Mercosur-Abkommen durchzuwinken. Auch wenn man diesen Grünen-Abgeordneten eine naive Fehlentscheidung vorhalten kann, ist das dadurch ausgelöste Grünen-Bashing überzogen und deplatziert. Denn acht Abgeordnete der Grünen sind nicht mehr wert als 101 abweichende CDU/CSU/SPD/FDP-Fraktionskollegen im Europäischen Parlament.

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Erklärung zum Coup von Caracas

Bundeskanzler Friedrich Merz kann sich angesichts des Coups von Donald Trump in Venezuela nicht zu einer eindeutigen Verurteilung hinsichtlich der Völkerrechtsverletzung der USA durchringen. Mit Sicherheit ist die Tatsache, dass Nicolas Maduro nicht mehr im Amt ist, kein Verlust für die Menschen in Venezuela, aber der völkerrechtswidrige Coup kann in einer wertebasierten Ordnung auf keinen Fall akzeptiert werden. Zeigt er doch einmal erneut, dass sich Donald Trump um Regeln, die im Völkerrecht Gültigkeit haben, nicht kümmert.

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Stellungnahme zur möglichen Auswirkung des Venezuela-Coups

Der Einschätzung etwa des Princeton-Historikers Herold James gegenüber dem „Handelsblatt“, auch für Chinas Staatspräsidenten Xi Jinping sei das Signal klar: „grünes Licht für die Eroberung Taiwans“, kann ich nur zustimmen. Durch den Venezuela-Coup mit dem endgültigen Übergang von US-amerikanischer Doppelmoral zu blankem Zynismus könnte Donald Trump tatsächlich das Todesurteil über das noch demokratische Taiwan gefällt haben.

In den im Hinblick auf unliebsame Inhalte gnadenlos zensierten chinesischen Social Media wird die US-Aktion unbeanstandet als Vorbild für das Vorgehen Chinas gegen Taiwan gefeiert. Illusionslos könnte man gar einräumen, dass Xi ziemlich blöd wäre, würde er Donald Trumps Geschenk zum neuen Jahr verschmähen. Wenn nicht jetzt, wann dann? Schließlich ist Trumps Vorgehen für Chinas Machthaber eine Blaupause für eigene Machtansprüche, Interventionspläne

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Erklärung zur AfD-Veranstaltung in Neuwied

Die sogenannte Wahlveranstaltung der AfD in Neuwied zeigt wieder auf erschreckende Weise, wie weit nach rechts diese Gruppierung inzwischen gerückt ist und dass Demokratinnen und Demokraten überall im Land aufgerufen sind, dem Abbau der Demokratie Widerstand entgegen zu setzen. Der Neuwieder AfD-Chef Bollinger sollte sich jedoch nicht täuschen und frohlocken über ein vermeintliches Nachlassen der demokratischen Kräfte, etwa in Neuwied. Wer von Remigration und Abschiebung faselt, dokumentiert damit nur seine eigene Unfähigkeit, in Frieden und Solidarität mit anderen Menschen zu leben.

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Stellungnahme zur aktuellen AfD-Wahlkampfveranstaltung in Neuwied

Auf ihrer ebenfalls im Neuwieder Heimathaus stattgefundenen Veranstaltung vor der letzten Bundestagswahl brachte die AfD ihr damaliges zentrales Anliegen zum Ausdruck, mindestens ein Viertel der Bundestagsabgeordneten zu stellen, um dann durch das Einfordern von Untersuchungsausschüssen den Bundestag quasi lahmzulegen. Diesmal lag der Schwerpunkt auf Europa, weil diese Partei durch das Erstarken rechtsgerichteter und als rechtsextremistisch eingestufter Parteien in Europa Morgenluft wittert. Auch wenn alle Positionen der AfD offen zur Sprache kamen, gab sie sich jetzt im Heimathaus weniger aggressiv als bei der Veranstaltung vor der Bundestagswahl.

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Erklärung zur Perspektivlosigkeit des Wagenknecht-BSW

Sollte es Zeitgenossen geben, die mit dem BSW sympathisieren und der Meinung sind, mit dieser Gruppierung lasse sich hierzulande linke Politik machen, so möchte ich denjenigen prophezeien, dass das mit der Wagenknecht-Partei, die sie ja immer noch bleibt, nicht möglich sein wird. Sahra Wagenknecht hat möglicherweise Charisma, es fehlt ihr aber echtes Interesse für Menschen und deren Probleme. Linke Politik, die ich immer noch als Eintreten für die Schwächsten in der Gesellschaft, also Solidarität und den Kampf für Demokratie und Freiheit begreife, ist zumindest mit dem Wagenknecht-BSW nicht zu machen

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Stellungnahme zur Debatte um Wadephul

Der syrische Bürgerkrieg mag vorbei sein, so dass es naheliegend erscheint, von hier lebenden Syrern zu erwarten, dass sie sich für den dortigen Wiederaufbau engagieren. Aber klappt das wirklich, wenn sie etwa in Zeltstädten leben und mit Hilfsgütern versorgt werden müssen? Bedingt durch seinen Aufenthalt in Syrien zweifelte jedenfalls Außenminister Johann Wadephul an, dass angesichts der Zerstörungen kurzfristig eine große Zahl syrischer Flüchtlinge freiwillig dorthin zurückkehren könne, hier könnten wirklich kaum Menschen richtig würdig leben.

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Gedanken zum 9. November

Laut einer repräsentativen Umfrage des Erfurter Meinungsforschungsinstituts Insa-Consulere sind 53 Prozent der Ostdeutschen der Meinung, nicht der 3. Oktober, sondern der 9. November wäre der geeignete Nationalfeiertag für die deutsche Wiedervereinigung, weil am 9. November 1989 die Berliner Mauer fiel. Es stimmt schon, der 3. Oktober ist eine deutsche Kuriosität, weil der Tag eines reinen Verwaltungsakts zum Nationalfeiertag wurde. Am 9. November passierte indes vieles. Am 9. November 1848 wurde der Demokrat Robert Blum erschossen, ein Abgeordneter des Frankfurter Parlaments, der ungeachtet seines Status nach Niederschlagung der Revolution zum Tode verurteilt worden war.

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Erklärung zum innerparteilichen Streit in der Union

Die Union vollführt mal wieder ein jämmerliches Trauerspiel. Denn diejenigen in CDU und CSU, die derzeit massive Kritik an Außenminister Johann Wadephul  äußern wegen seiner humanitären Überlegungen zur Abschiebung nach Syrien, zertrampeln die Reste der christlichen und humanitären Werte der Union. Besser kann man die Brandmauer zur AfD nicht einreißen als dies die weit rechts stehenden Politiker der Unionsfraktion tun. Offensichtlich haben doch diejenigen politischen Beobachter recht, die die Union mit Beschleunigung auf dem Weg zur in großen Teilen rechtsextremistischen AfD sehen.

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Stellungnahme zur Pro-Palästina-Demonstration in Neuwied

Josef Freise vom AK Palästina hat sicherlich recht, wenn er erklärt, dass es proisraelische und propalästinensiche Kundgebungen gibt und solche, die die Opfer beider Seiten in den Blick nehmen, so wie es bei der Mahnwache am 29. September praktiziert wurde. Als Freund Israels, als den ich mich bezeichnen möchte, hat man es derzeit sehr schwer und man muss natürlich schon harte Überzeugungsarbeit leisten, um in Diskussionen hörbar zu werden mit der Auffassung und der Tatsache, dass die Aggression im Fall des jüngsten Gaza-Krieges eindeutig durch die Hamas und ihre Geiselnahme ausgelöst wurde.

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Stellungnahme zum Krisenvorsorge-Vorschlag des Bundesinnenministers

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt setzt sich dafür ein, junge Menschen in Schulen auf Krisenfälle vorzubereiten. Sein Vorschlag sei, dass in einem Schuljahr in einer Doppelstunde mit älteren Schülern darüber diskutiert werde, welche Bedrohungsszenarien es geben könne und wie man sich darauf vorbereite, Kinder seien wichtige Wissensträger in die Familien hinein. Der Grünen-Vorsitzende Felix Banaszak unterstützt diesen Vorschlag, er halte nämlich nichts davon, solche Themen, von denen jeder wisse, dass es sie gebe, aus den Schulen auszusperren.

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Stellungnahme zur Demonstration für Palästina in Neuwied

Das Neuwieder Bündnis für Demokratie und Toleranz und der AK Palästina der Lokalen Agenda machten vorab darauf aufmerksam, sie seien nicht die Organisatoren der für den 24. Oktober angemeldeten Demonstration für Palästina, und diesen beiden Gruppen sei es bei den bisherigen Mahnwachen zudem wichtig gewesen und bleibe es auch, die Opfer auf beiden Seiten in den Blick zu nehmen. Diese Klarstellung ist nachvollziehbar, und verglichen mit dem Anspruch des Neuwieder Bündnisses und des AK Palästina war die Pro-Palästina-Demonstration am vergangenen Freitag auf jeden Fall einseitig. Nun ist Ambiguitätstoleranz die Fähigkeit, Mehrdeutiges und Widersprüchliches auszuhalten, was beim Blick auf diese Demonstration durchaus hilfreich ist. So würde ich nicht von einer antisemitischen Veranstaltung sprechen. Ein Redner beispielsweise wertschätzte das Judentum wie auch die beiden anderen abrahamitischen Religionen.

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Stellungnahme zu einem bemerkenswerten Beifang in der Wehrpflicht-Diskussion

Schon länger habe ich mich darüber gewundert, dass die AfD einerseits für die Wehrpflicht ist, andererseits aber quasi wie auch das BSW (Bündnis Sahra Wagenknecht) als Russlandpartei wirkt. Das passt für mich nicht wirklich zusammen. Die aktuelle Wehrpflicht-Diskussion hat als Beifang allerdings Hilfreiches über die AfD zu bieten. Seit Jahren fordert die AfD ja wie gesagt die Wiedereinführung der Wehrpflicht. Aber am Dienstag ruderte Partei- und Fraktionschefin Alice Weidel in einer Pressekonferenz zurück. Erst in Friedenszeiten und unter einer AfD-Regierung solle die Wehrpflicht wieder eingeführt werden.

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Erklärung zu den härteren Bürgergeldsanktionen

Von CDU und CSU war ja nichts anderes zu erwarten als dass sie dem sogenannten gesunden deutschen Volksempfinden folgend die angeblichen "Faulenzer" noch mehr bestraft und zur Stigmatisierung armer Menschen beiträgt. Offensichtlich ist den Unionsparteien in ihrer Mehrheit eine Abneigung und Verachtung armer Menschen sozusagen in die DNA geschrieben. Aber mir als Sozialdemokrat ist nicht nachvollziehbar wieso ausgerechnet die SPD dieses widerwärtige Spiel mitmacht und damit ihre eigene Klientel vor den Kopf stößt. Eigentlich müsste meine Partei doch von der unseligen Agenda 2010 Gerhard Schröders gelernt haben.

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Stellungnahme zur Abschaffung der Turboeinbürgerung

Dass das von der CDU/CSU als „Turboeinbürgerung“ bezeichnete Gesetz zur beschleunigten Einbürgerung wieder gekippt wird, ist aus mehreren Gründen fragwürdig. Laut Statistischem Bundesamt wurden im letzten Jahr bei 291.955 Einbürgerungen lediglich etwa sieben Prozent der Einbürgerungen durch besondere Integrationsleistung verkürzt. Dass Turboeinbürgerung ein Irrweg und ein sogenannter Pull-Faktor sei, der irreguläre Migration befördere, wie Innenminister Alexander Dobrindt behauptet, ist angesichts der doch seltenen Nutzung dieser Möglichkeit somit weit hergeholt, denn die Abschaffung ist eine reine Symbolpolitik, weil sich faktisch ja wenig ändert.


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