„Kommunen werden mit den finanziellen Folgen allein gelassen“

Landrat Marko Boos kritisiert GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz
11.07.2026. PD-Nr. 155-2026. Foto: Kreisverwaltung MYK/Damian Morcinek
KREIS MYK. Die Zustimmung des Deutschen Bundestages zum GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz kritisiert Landrat Marko Boos deutlich und warnt vor erheblichen finanziellen Folgen für kommunale Krankenhäuser, Rettungsdienste sowie Städte und Landkreise. Bereits vor der Abstimmung hatte sich der Landrat des Landkreises Mayen-Koblenz gemeinsam mit dem Koblenzer Oberbürgermeister David Langner mit einem Schreiben an die Bundestagsabgeordneten der Region gewandt.
In dem Schreiben warnten Boos und Langner beide eindringlich vor den Auswirkungen des Gesetzes auf die kommunale Gesundheitsversorgung und forderten eine grundlegende Überarbeitung der vorgesehenen Regelungen. Nach ersten konservativen Berechnungen drohen dem Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein (GKM) durch die gesetzlichen Änderungen zusätzliche Belastungen von rund 14 Millionen Euro jährlich. Allein die Veränderungen beim Pflegebudget könnten zu negativen finanziellen Effekten von bis zu 7 Millionen Euro pro Jahr führen.

















