Projekt „Verfolgungsschicksale und Verfahrensabwicklung“

Projekt „Verfolgungsschicksale und Verfahrensabwicklung“ der Universitäten Koblenz und Kiel mit über 461.000 Euro von der DFG gefördert
Die Aufarbeitung der Materialien im Kontext eines Preisausschreibens der Harvard University aus dem Jahr 1939 sowie die Rekonstruktion der kommunikativen Spannungsfelder, die in den Wiedergutmachungsakten inkludiert sind, fördert die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) mit 461.114 Euro Volumen.
Das Projekt greift auf ein wissenschaftliches Preisausschreiben der Harvard University von 1939 zurück, in dem Emigrant*innen aus dem nationalsozialistischen Deutschland und Österreich aufgerufen waren, ihre Autobiographie zu verfassen und dem Komitee zur Verfügung zu stellen. Hier wandten sich auf wissenschaftlicher Ebene der Psychologe Gordon Allport, der Geschichtswissenschaftler Sidney Fay und der Soziologe Edward Hartshorne unter der Überschrift ‚An alle, die Deutschland vor und nach Hitler gut kennen‘ durch Flugblätter und Zeitungsanzeigen an Migrant*innen mit dem Wunsch, dass diese über ihr ‚Leben in Deutschland vor und nach dem 30. Januar 1933‘ in ausführlicher Form berichten. Erwünscht war eine Textumfang von 20.000 Wörtern, was etwa 50 bis 80 Manuskriptseiten entspricht. 263 Manuskripte wurden eingereicht, darunter etwa 200 Autobiographien in einem Umfang von rund 18.000 Seiten.






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