Landkreis trägt eine Million Euro für zunehmende Aufgaben im Bildungssystem
Aufwendungen des Landkreis Neuwied für „schulbezogene Leistungen der Jugendhilfe“ steigen stetig – Irreführende Zahlen
Kreis Neuwied. Die von der Landesregierung erst jüngst propagierten Wohltaten im Hinblick auf die Schulsozialarbeit halten der Wirklichkeit nicht stand. Tatsächlich stehen der Höhe der Landesleistungen zugleich immer höhere finanzielle Verpflichtungen der Kommunen für die Jugendhilfe gegenüber, die das Land zu verantworten hat. „Es gibt ein Missverhältnis zwischen der Außendarstellung der Landesregierung und den realen Verhältnissen. Das Gros der Kosten verbleibt nämlich bei den Kommunen. Ein Beispiel ist das aktuelle Thema `Schulsozialarbeit´, zu dem gleich mehrere Veröffentlichungen schlicht falsch oder zumindest irreführend sind und die der Anpassung bedürfen“, stellt Landrat Achim Hallerbach klar und nennt Zahlen: „Der Gesamtaufwand des Landkreises Neuwied und zwar ohne die Stadt Neuwied für Schulsozialarbeit liegt insgesamt bei über 1,25 Millionen Euro bei einer jährlichen Landesförderung in Höhe von 260.000 Euro. Der Rest geht allein zu Lasten des Kreishaushalts. Die Deckungsquote der Landesförderung liegt insoweit bei circa 21 Prozent der gesamten Aufwendungen“, rechnet Landrat Achim Hallerbach vor. Die Kosten für die Schulsozialarbeit an Grundschulen teilt sich der Landkreis mit den Orts- oder Verbandsgemeinden, die als Trägerinnen der Grundschulen auch noch einmal 229.000 Euro beisteuern.
















