Leben mit ADHS: Herausforderungen, Strategien, Perspektiven

Abbildung: Shutterstock.com / Solarisys
Koblenz. Schätzungen zufolge sollen 15 bis 20 Prozent aller Menschen neurodivergent sein. So haben diese Menschen zum Beispiel eine andere Wahrnehmung oder lernen anders. Was dies bedeutet, darüber informiert Dr. Frank Matthias Rudolph, Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, in seinem Vortrag „Neurodiversität: Wie normal ist anders?“ am 18. Juni, 18 Uhr im Landesbibliothekszentrum Koblenz. Der inhaltliche Schwerpunkt liegt bei ADHS.
Zusammen mit Autismus und der Lese-Rechtschreib-Störung Dyslexie zählt die Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) zu einer der häufigsten Formen von Neurodivergenz. Daher steht sie im Mittelpunkt des Vortrags, der sich mit diversen Fragestellungen befasst: Welche Herausforderungen bringt ADHS im Alltag mit sich? Welche Strategien helfen, besser damit umzugehen? Wie wirken sich neue Anforderungen wie Beruf, Studium, Familie und soziale Beziehungen im Erwachsenenalter aus? Was bedeutet ADHS speziell bei Frauen?

Diese Aspekte werden vom ADHS-Experten Rudolph praxisnah beleuchtet. Symptome, Diagnostik- und Behandlungsmöglichkeiten werden ebenso betrachtet wie die Alltagsbewältigung in Studium und Beruf. Betroffene, Angehörige sowie Lehrende können konkrete Hilfestellung erhalten. Ziel des Vortrags ist es zudem, Vorurteile abzubauen und Verständnis zu fördern.

Die Veranstaltung findet statt in Kooperation mit dem Studierendenwerk Koblenz.

Der Vortrag „Neurodiversität: Wie normal ist anders?“ am 18. Juni 2026 im Landesbibliothekszentrum Koblenz informiert schwerpunktmäßig über ADHS.  Abbildung: Shutterstock.com / Solarisys

Über den Referenten

Dr. med. Frank Matthias Rudolph ist Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie. Er war zwanzig Jahre lang Ärztlicher Direktor einer großen psychosomatischen Rehaklinik, dort baute er 2005 deutschlandweit die erste Station für psychosomatische Rehabilitation bei Menschen mit ADHS auf. 2024 wechselte er in seine eigene Praxis für ärztliche Verhaltenstherapie in Boppard. Rudolph ist Mitglied im „Expertenrat ADHS“ Deutschland und engagiert sich für eine verbesserte Versorgung von Betroffenen mit ADHS sowie für mehr Verständnis für neurodiverse Menschen. Das Magazin „Focus Gesundheit“ setzte ihn 2025 und 2026 auf dessen Liste der „Besten Ärzte Deutschlands“, unter anderem in der Indikation „ADHS“.


Veranstaltung: „Neurodiversität: Wie normal ist anders?“ – Vortrag von Dr. med. Matthias Frank Rudolph (Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Boppard).
                          Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Studierendenwerk Koblenz.

Termin: 18. Juni 2026, 18 Uhr

Ort: Landesbibliothekszentrum / Rheinische Landesbibliothek, Bahnhofplatz 14, 56068 Koblenz

Eintritt frei