
Trierer Weihbischof feiert mit Europäischer Gemeinschaft Historischer Schützen Gottesdienst in Weißenthurm
Foto: Bistum Trier/Julia Fröder
Weißenthurm – 32 Personen, darunter zwei Frauen, wurden am 10. April in der Kirche Heilige Dreifaltigkeit in Weißenthurm in die Ritterschaft vom Heiligen Sebastianus in Europa aufgenommen und ein Ritter wurde zum Vizekanzler ernannt. Die sogenannte Investitur fand im Rahmen eines Pontifikalamtes mit dem Trierer Weihbischof Robert Brahm statt. Der Gottesdienst war Teil der Frühjahrsversammlung der Europäischen Gemeinschaft Historischer Schützen (EGS) mit rund einer Million Mitgliedern aus zehn Ländern und ihrer Ritterschaft. Zugleich feierte die gastgebende Weißenthurmer St. Hubertus Schützenbruderschaft ihr 100-jähriges Bestehen.
„Es gibt Tage, wo wir uns abmühen und unser Leben wie ein Boot auf dunklem Wasser erscheint, mit wenig Frieden und Ertrag“, sagte Weihbischof Brahm in Bezug auf die heutige Zeit und auf das Tagesevangelium, bei dem die Jünger erst einmal kein Glück beim Fischfang haben, bis sie auf den auferstandenen Jesus treffen. „Christus ist da, auf sein Wort hin kann sich die Wirklichkeit zum Guten wenden, aus Müdigkeit entsteht neue Kraft.“ Mit dieser Ermutigung schaute Brahm auch auf die Schützengemeinschaft, die über nationale Grenzen hinweg wirkt und sich mit ihrer Ritterschaft für Demokratie, Freiheit und Toleranz einsetzt. „Europa braucht Menschen, die sich nicht von Angst und Gleichgültigkeit, sondern von Gewissen und Verantwortung treiben lassen.“

Der Trierer Weihbischof Robert Brahm (Mitte) hat mit Mitgliedern der Europäischen Gemeinschaft Historischer Schützen, Priestern und Gästen einen Gottesdienst in Weißenthurm gefeiert, zugleich wurden 32 Personen in die Ritterschaft vom Heiligen Sebastianus in Europa aufgenommen. Foto: Bistum Trier/Julia Fröder
Der große europäische Dachverband und die angeschlossene Ritterschaft ließen sich leiten von Besonnenheit, Gerechtigkeit, Gehorsam, Glauben, Hilfsbereitschaft, Tapferkeit, Treue und Weisheit. „Diese Tugenden mögen alt klingen, sind aber erstaunlich aktuell“, betonte der Weihbischof. „Sich für andere einzusetzen, den Blick für die Not nicht zu verlieren: Dadurch entsteht Vertrauen und wächst Frieden, den die Welt so dringend braucht.“ Die Aufgabe von Gemeinschaften wie der Schützengemeinschaft sei es, diese Tugenden zu leben und andere Menschen daran zu erinnern, damit Europa seine Seele nicht verliere.
Die musikalische Begleitung des Gottesdienstes übernahmen die Chorgemeinschaft Mülheim, Urmitz-Bahnhof und Weißenthurm, das Bläserensemble Schängel Brass und der Solist Dr. Jürgen Schäfer; die Gesamtleitung lag bei Kantor Markus Johannes Lamprecht. (jf)
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Unter den 32 Personen, die in die Ritterschaft vom Heiligen Sebastianus in Europa aufgenommen wurden, befinden sich auch zwei Frauen. Foto: Europäische Gemeinschaft Historischer Schützen/Dirk Heupts

