Stiftung spendet 40.000 Euro für die Ausbildung angehender Radiologie-Fachkräfte
Foto: GK-Mittelrhein/Jutta Münch
KOBLENZ. Auf dem Röntgentisch liegt Roswitha. Der Bildschirm flackert, eine Aufnahme nach der anderen entsteht. Doch Strahlenbelastung? Kein Problem – Roswitha ist keine echte Patientin, sondern die neue Röntgensimulationspuppe im Bildungs- und Forschungsinstitut des Gemeinschaftsklinikums Mittelrhein (BFI).
Dank einer großzügigen Spende der Stiftung Ev. Stift St. Martin können angehende Medizinische Technologinnen und Technologen für Radiologie (MTR) nun unter realistischen Bedingungen üben, was später im Klinikalltag zählt: Präzision, Fachwissen und Sicherheit im Umgang mit moderner Diagnosetechnik. „Gerade bei der Arbeit mit Strahlung am Patienten gilt es, viele Faktoren genau zu beachten“, erklärt die fachliche Leiterin der MTR-Schule Claudia Görlach und ihre Kollegin Nicole Remagen ergänzt. „Unsere Auszubildenden lernen, sämtliche Geräteeinstellungen gezielt anzupassen, um anatomische und pathologische Strukturen sicher und fachgerecht beurteilen zu können. Das Besondere dabei: In der Simulation darf man Fehler machen – und daraus lernen.“

Im BFI überzeugten sich Vertreterinnen der Stiftung persönlich vom Einsatz der neuen Trainingspuppe. Roswitha verfügt über ein echtes menschliches Skelett und wurde speziell entwickelt, um Röntgen- und CT-Untersuchungen realitätsnah zu simulieren. „Wir freuen uns, mit dieser Spende von 40.000 Euro eine moderne und praxisorientierte Ausbildung zu fördern und damit den medizinischen Nachwuchs in der Region zu stärken“, betont Brigitte Bollinger-Wechsler, Vorsitzende des Verwaltungsrats der Stiftung Evangelisches Stift St. Martin. Gemeinsam mit Lucie Krzanowski, Geschäftsführerin der Stiftung Evangelisches Stift St. Martin. Auch BFI-Direktorin Dr. rer. cur. Natalie Waldforst hebt die Bedeutung hervor: „Das Training mit Roswitha fördert den Theorie-Praxis-Transfer und kommt langfristig der Patientenversorgung im nördlichen Rheinland-Pfalz zugute.“
Weitere Informationen zum Bildungs- und Forschungsinstitut, zum Simulationszentrum und zum aktuellen Bildungsprogramm finden sich unter www.gk.de.
 

Sie freuen sich über die neue Röntgensimulationspuppe, die künftigen Radiologie-Fachkräften realitätsnahes Training ermöglicht (von links): BFI-Direktorin Dr. rer. cur. Natalie Waldforst, Lucie Krzanowski und Brigitte Bollinger-Wechsler von der Stiftung Evangelisches Stift St. Martin sowie die Ausbilderinnen Nicole Remagen und Claudia Görlach.   Foto: GK-Mittelrhein/Jutta Münch