zu Besuch im Landesbibliothekszentrum Koblenz

Minister Sven Teuber: „Bibliotheken sind eine Investition in die Zukunft unseres Lande

Foto: LBZ / Reiss
Koblenz. „Bibliotheken nehmen eine bedeutende Funktion in unserer Gesellschaft ein“, überzeugte sich Kulturminister Sven Teuber bei seinem Besuch mit Kulturstaatssekretär Dr. Denis Alt am 26. Juni 2026 im Landesbibliothekszentrum Rheinland-Pfalz (LBZ) in Koblenz. Bei einem Rundgang informierten sie sich über die vielfältigen Aufgaben und die Arbeit des bibliothekarischen Kompetenzzentrums des Landes, das dem neu geschaffenen Ministerium für Kommunen, Bauen, Wohnen und Kultur (MKBWK) nachgeordnet ist.

„Bibliotheken sind Orte der Bildung, der Begegnung und der Kultur. Sie bieten Zugang zu geprüften Quellen, das ist Gold wert für die Meinungsbildung und unsere Demokratie", so Minister Sven Teuber. „Das Landesbibliothekszentrum vermittelt Informations- und Medienkompetenz, gerade in unserer medial geprägten Zeit eine echte Schlüsselqualifikation. Freier Zugang zu Wissen schafft Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit, unabhängig von Herkunft oder Einkommen. Mit den landesweiten Sprach- und Leseförderaktionen, die das LBZ koordiniert, stärken unsere Bibliotheken das Lesen als Grundlage für gesellschaftliche Teilhabe. Wer hier investiert, investiert in Menschen, in Bildung und in die Zukunft unseres Landes. Das Landesbibliothekszentrum ist Kompetenzzentrum, Koordinator und Motor der Bibliotheksentwicklung in Rheinland-Pfalz, alles in einem.“

Kulturminister Sven Teuber (5.v.l.) und Staatssekretär Dr. Denis Alt (4.v.l.) beim Besuch im Landesbibliothekszentrum in Koblenz mit Hans-Günter Scheer, Leiter des LBZ (5.v.r.) und Mitarbeitenden des LBZ.
Foto: LBZ / Reiss

Auf dem Besuchsprogramm stand eine Führung durch die modernisierte Rheinische Landesbibliothek als Lern- und Begegnungsort. Die Landesbüchereistelle als Service- und Beratungsstelle für öffentliche Bibliotheken, Schulbibliotheken, Kitas und deren Träger bot Einblick in die vielfältigen Unterstützungsleistungen für die Bibliotheken im Land. Dazu zählen neben der Landesförderung auch Beratung und Fortbildungsangebote sowie Literatur und Medien aus der Ergänzungsbücherei, von der insbesondere kleine Bibliotheken profitieren.

Weitere Aufgaben des LBZ sind die Sammlung und Bewahrung kulturellen Erbes. Neben dem Aufbau und der Betreuung eigener bedeutender Sammlungen koordiniert die Einrichtung das Online-Portal „dilibri“. Darin finden sich digitalisierte Sammlungen von landeskundlichen und historischen Werken zu Rheinland-Pfalz sowie von Beständen aus rheinland-pfälzischen Bibliotheken. Die im LBZ angesiedelte Landesstelle Bestandserhaltung befasst sich mit dem landesweiten Kulturgutschutz und unterstützt Archive, Bibliotheken und Museen in allen Fragen der Bestandserhaltung und Notfallvorsorge.

„Kulturgutschutz ist gleichzeitig der Schutz unseres kulturellen Gedächtnisses“, betont Staatssekretär Dr. Denis Alt. „Seit der Ahrtalflut ist das Land dabei, den Schutz kultureller Güter systematisch auszubauen. So ist im vergangenen Jahr ein landesweites Kulturgutkataster an den Start gegangen und in diesem Jahr wurden Ausrüstungssätze an örtliche und regionale Notfallverbünde übergeben. Derzeit arbeiten wir an der Beschaffung von Großgeräten für den Kulturgutschutz,“ führt der Staatssekretär aus. „Gleichzeitig ist die Digitalisierung in Bibliotheken ein wichtiges Thema. Mit digitalen Angeboten wie der vom LBZ koordinierten „Onleihe Rheinland-Pfalz“ tragen die Bibliotheken im Land längst der veränderten Mediennutzung in der Gesellschaft Rechnung. Gerade in einem Flächenland wie Rheinland-Pfalz ermöglichen digitale Bibliotheksangebote den Zugang zu Literatur und Informationen, selbst wenn keine physische Bibliothek vor Ort ist.“

„Die Bibliotheken im Land und damit auch wir als LBZ sind von gesellschaftlichen und technologischen Veränderungen betroffen: digitale Teilhabe, Medienkompetenz, Bibliothek als Erlebnis- und Aufenthaltsort, Digitalisierungsinitiativen, Einsatz von KI, Demokratiebildung oder die Gewinnung von Nachwuchskräften stehen hierfür beispielhaft“, führt Hans-Günter Scheer, Leiter des LBZ, aus. „Als LBZ setzen wir uns für gut ausgestattete Bibliotheken im Land mit einem zeitgemäßen Medien- und Informationsangebot ein. Wir fördern die Kooperation und Vernetzung, so können wir Ressourcen bündeln und von der Zusammenarbeit profitieren. Um unsere Schlüsselrolle in der Gesellschaft auch künftig beizubehalten, müssen wir Bibliotheken sichtbarer werden, die Wahrnehmung unseres Berufsbildes in der Öffentlichkeit verbessern und uns mit qualifiziertem Fachpersonal zukunftsorientiert aufstellen. In Rheinland-Pfalz sind wir auf einem guten Weg und freuen uns als LBZ diesen gemeinsam mit den Bibliotheken und dem Ministerium erfolgreich fortzuführen und zu gestalten.“