Was bedeutet Zivilcourage?

Bei Zivilcourage geht es nicht um heldenhafte Taten von Menschen, die besonders stark sind oder einen bestimmten Beruf ausüben. Vielmehr bedeutet sie, dass jeder Mensch Verantwortung für den Schutz der Menschenwürde und die Wahrung der Menschenrechte übernimmt. Zivilcourage heißt, im Alltag nicht wegzusehen, sondern aufmerksam zu sein und im Rahmen der eigenen Möglichkeiten zu handeln, ohne sich selbst dabei in Gefahr zu bringen. Zivilcourage kann dazu beitragen, Konflikte zu entschärfen und Menschen in Notsituationen zu unterstützen.

Wie zeige ich Zivilcourage?

Zivilcourage bedeutet, Verantwortung mit Umsicht und gesundem Menschenverstand zu übernehmen. Dazu gehört, Situationen bewusst wahrzunehmen, richtig einzuschätzen und mögliche Gefahren frühzeitig zu erkennen. Zivilcourage zeigt sich häufig im Alltag – beispielsweise bei Beleidigungen, Belästigungen oder anderem unfairen Verhalten. Entscheidend ist, aufmerksam zu bleiben und angemessen zu reagieren.

So helfen Sie richtig:

Bewahren Sie Ruhe.
Verschaffen Sie sich aus der Ferne einen Überblick über die Situation.
Holen Sie Unterstützung.
Sprechen Sie Betroffene direkt an.
Alarmieren Sie im Notfall die Polizei.
Prägen Sie sich Tätermerkmale ein.
Kümmern Sie sich um die Opfer.
Sagen Sie als Zeugin oder Zeuge aus.

 

Im Notfall:

Wählen Sie den Notruf 110 und schildern Sie die Situation möglichst genau (Ort, Beteiligte, Geschehen). Beantworten Sie die gestellten Fragen ruhig und sachlich. So unterstützen Sie die Einsatzkräfte dabei, die Lage richtig einzuschätzen und geeignete Maßnahmen einzuleiten.

Wichtig: 

Wahren Sie Ihre eigenen Grenzen und respektieren Sie diese. Zivilcourage bedeutet auch, Verantwortung besonnen zu übernehmen und Hilfe zu organisieren, anstatt sich selbst in Gefahr zu bringen.

 


Veröffentlichung durch:

Ordnungsamt Koblenz, Initiative „Sicherheit in unserer Stadt“

Ludwig-Erhard-Straße 2, 56073 Koblenz, 0261/129-4760

Sicherheitstipp von Sicherheitsberaterin für Seniorinnen und Senioren:

Nicola Letz

 

Quellen: 

www.polizei-beratung.de

www.weisser-ring.de