Neuzugänge aus dem Tierpark Erfurt

Neuwied, 08. Mai 2026 – Es gibt Neuzugänge in der Flamingogruppe im Zoo Neuwied: Sechs junge Rosaflamingos sind aus dem Tierpark Erfurt nach Neuwied umgezogen. Die drei Männchen und drei Weibchen schlüpften dort im Sommer 2025.

Noch tragen die jungen Vögel nicht das kräftige Rosa, für das ihre Art bekannt ist. Flamingoküken schlüpfen zunächst mit grauem Gefieder und entwickeln ihre typische Färbung erst nach und nach. „Viele Besucher sind überrascht, dass junge Flamingos anfangs eher unscheinbar aussehen“, erklärt Zoopädagogin Eva Fritsch. „Das typische Rosa entsteht erst mit der Zeit über die Nahrung.“ Verantwortlich dafür sind sogenannte Carotinoide – natürliche Farbstoffe, die über die Nahrung aufgenommen und im Gefieder eingelagert werden. Besonders kleine Krebstiere wie Salinenkrebse enthalten große Mengen dieser Farbstoffe.

Rosaflamingos sind trotz ihres exotischen Aussehens auch in Europa heimisch. Große Kolonien leben unter anderem in Südfrankreich sowie in Spanien und Italien. Die Tiere sind an flache stehende Gewässer angepasst. Ihr speziell geformter Schnabel funktioniert wie ein Sieb, mit dem sie kleinste Nahrungsteilchen aus dem Wasser filtern. Auch im Zoo zeigt sich dieses besondere Fressverhalten. Die Flamingos erhalten spezielles Futter in Form von Schwimmpellets, die alle wichtigen Nährstoffe sowie Carotinoide enthalten. 

Die Flamingoanlage direkt hinter dem Zooeingang zählt seit Jahren zu den beliebtesten Bereichen des Zoos. Mit ihrem auffälligen Erscheinungsbild und ihrem ausgeprägten Sozialverhalten fallen die Tiere sofort auf. „Unsere Flamingos sind fast immer draußen zu sehen, vor allem nach der Umgestaltung der Anlage im letzten Sommer. Dadurch begrüßen sie unsere Besucher praktisch schon direkt nach dem Eingang“, sagt Eva Fritsch.

Da Flamingos ausgesprochene Kolonietiere sind und sich besonders in größeren Gruppen wohlfühlen, sollen die sechs Neuzugänge langfristig auch dazu beitragen, dass sich die Flamingogruppe im größten Zoo von Rheinland-Pfalz weiter vergrößert und künftig wieder erfolgreich Nachwuchs aufgezogen werden kann.