vhs-Ausstellung „Kreis der Solidarität“ des ukrainisch-deutschen Vereins „KOLO“

Fotos: Felix Banaski
Kunst ist wie eine universelle Sprache: Sie ist für alle Menschen unmittelbar zugänglich, braucht keine Übersetzung und löst in ihren Betrachtern spontane Assoziationen und Gefühle aus. Diesen Umstand macht sich die Ausstellung „Kreis der Solidarität“ zunutze, die Werke zeitgenössischer ukrainischer Künstlerinnen und Künstler, die heute in Deutschland leben, zeigt und den interkulturellen Dialog und Zusammenhalt in der Deichstadt stärken will. Noch bis Sonntag, 31. Mai, ist die vom ukrainisch-deutschen Verein KOLO und der vhs Neuwied organisierte Ausstellung in den Räumlichkeiten der Volkshochschule zu bestaunen. Diese Gelegenheit ließ sich auch Bürgermeister Peter Jung nicht nehmen, der eine Führung von Initiatorin Viktoriia Drigo erhielt und sich gemeinsam mit vhs-Programmbereichsleiterin Lyuba Kluge mit einigen der ausstellenden Künstlerinnen austauschen konnte.

Bürgermeister Peter Jung besuchte gemeinsam mit vhs-Programmbereichsleiterin Lyuba Kluge (r.) die Ausstellung „Kreis der Solidarität“ und tauschte sich dabei mit Initiatorin Viktoriia Drigo (2.v.l.) und einigen der beteiligten Künstlerinnen aus.

Die vielfältige Ausstellung, die Werke von 13 ukrainischen Künstlerinnen und Künstlern zeigt, umfasst verschiedene Stilrichtungen und Motive – unter anderem Bilder der Kiewer Künstlerin Marsia im Stil der traditionellen Petrykiwka-Malerei, die von der UNESCO als immaterielles Weltkulturerbe geführt wird. Die Künstlerinnen und Künstler eint neben der Tatsache, dass sie aus der Ukraine nach Deutschland gekommen sind – viele unfreiwillig aufgrund des russischen Angriffskriegs – ihre Lebensfreude und der Wille, sich aller Widrigkeiten zum Trotz kreativ auszudrücken, den Menschen in Deutschland die ukrainische Kultur näherzubringen und ihre tiefe Verbundenheit und Solidarität zur eigenen Heimat auszudrücken.

Neuwieds Bürgermeister Peter Jung zeigte sich nicht nur von den ausgestellten Kunstwerken beeindruckt, sondern hob auch den hohen Wert der ukrainischen Mitbürgerinnen und Mitbürger für die Neuwieder Stadtgesellschaft hervor: „Sie bringen sich aktiv ein und sind längst zu einem festen Bestandteil unserer Stadt geworden. Deshalb hoffe ich auch, dass Neuwied für Sie zwar nicht Heimat, aber doch zu einem zu Hause geworden ist.“

Viktoriia Drigo stellt Werke der aus Kiew stammenden und jetzt in Bonn wohnhaften Künstlerin Marsia vor. Diese sind im Stil der, von der UNESCO als immaterielles Weltkulturerbe geführten, Petrykiwka-Malerei gefertigt.
Fotos: Felix Banaski

Die Ausstellung kann noch bis zum 31. Mai immer montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr in der vhs Neuwied, Heddesdorfer Straße 33, besucht werden – die Besichtigung ist kostenfrei. Die Mitglieder des ukrainisch-deutschen Vereins KOLO würden sich darüber freuen, die Ausstellung „Kreis der Solidarität“ nach dem 31. Mai noch an anderen Orten zu präsentieren. Interessierte Organisationen können sich per E-Mail an kolo.ukraine@mail.de mit dem Verein in Verbindung setzen.