Foto (Stadt Koblenz / Verena Groß)
Zwei Pappeln im Garten Herlet müssen aus Gründen der Verkehrssicherheit stark eingekürzt werden. Das hat die Untersuchung durch einen Gutachter ergeben. Auch an zwei Platanen in der historischen Allee des Hauptfriedhofs sind ebenfalls Rückschnittmaßnahmen erforderlich, damit von ihnen künftig keine Gefahr ausgeht. Der Eigenbetrieb Grünflächen- und Bestattungswesen wird die Arbeiten kurzfristig durchführen.

Der Erhalt alter Bäume hat für die Stadtgärtnerei einen hohen Stellenwert. Gleichzeitig muss jedoch die Verkehrssicherheit jederzeit gewährleistet sein. Deshalb werden bei Bedarf externe Gutachter beauftragt, die kritische Bäume eingehend untersuchen.

Bei einer von zwei Pappeln im Garten Herlet wurden neben Astwunden ein deutlicher Hohlklang im Stamm sowie eine Höhlung am Stammfuß festgestellt. Ein sogenannter Zugversuch, bei dem die Einwirkung von starkem Wind simuliert wird, zeigte, dass die Standfestigkeit des Baumes nicht mehr ausreichend gegeben ist. Ursache hierfür ist unter anderem eine fortgeschrittene Stockfäule im Wurzelbereich.

Foto (Stadt Koblenz / Verena Groß): Zwei Platanen in der Allee des Hauptfriedhofs, die als Naturdenkmäler ausgewiesen sind, müssen laut Gutachten eingekürzt werden.

Die Krone dieser Pappel wird daher in Kürze um etwa sechs Meter eingekürzt. Ein spezielles Computerprogramm hat anhand der erhobenen Messdaten berechnet, dass diese Maßnahme den Baum mittel- bis langfristig erhalten kann. Da die beiden Pappeln dicht nebeneinanderstehen, wird auch der zweite Baum um etwa zwei Meter zurückgeschnitten, um das statische Gleichgewicht zu sichern.

Auch für zwei als Naturdenkmäler ausgewiesene Platanen in der Allee des Hauptfriedhofs wurde ein Gutachten erstellt. An den Bäumen mit den Nummern N3 und N4 war bereits vor mehr als zehn Jahren ein starker Rückschnitt erfolgt. Nun müssen die Kronen um mehr als drei Meter bis auf die damaligen Schnittstellen eingekürzt werden. Nur so kann die Bruchsicherheit der Kronen gewährleistet werden, die neben den alten Kappstellen auch Spechtlöcher und Pilzbefall aufweisen.