
50 Jahre Weinbibliographie – ein Grund zum “Weinfeiern”
Rheinland-Pfalz/Koblenz. Ein guter Wein reift bekanntlich mit der Zeit. Ähnlich verhält es sich mit der 1976 erstmals herausgegebenen „Bibliographie zur Geschichte des Weines“ von Renate Schoene. Die Literaturdokumentation hat sich seitdem zu einem vielzitierten Nachschlagewerk der Weinliteratur entwickelt und wird heute als digitales Portal durch das Landesbibliothekszentrum Rheinland-Pfalz (LBZ) fortgeführt. Das 50-jährige Jubiläum dieser besonderen Literaturdokumentation begeht das LBZ zusammen mit der Gesellschaft für Geschichte des Weines e.V. mit zwei Vorträgen am 30. Juli 2026, 19 Uhr im LBZ / Rheinische Landesbibliothek Koblenz unter dem Titel „50 Jahre BiblioVino – ein Grund zum Weinfeiern“.
Alles begann mit einer Literaturliste, die zu einer gedruckten Weinbibliographie heranwuchs und seit 2019 als digitales Literaturverzeichnis unter dem Titel „BiblioVino“ vom Landesbibliothekszentrum betreut wird. Erstellt wurde die erste Weinbibliographie für den deutschsprachigen Raum von Renate Schoene (1945-2013) und erschien 1976 bei der Südwestdeutschen Verlagsanstalt in Mannheim, herausgegeben von der Gesellschaft für Geschichte des Weines e.V. und der Universitäts- und Landesbibliothek Bonn.
Auf die Geschichte dieser Bibliographie von den Anfängen bis heute geht Benjamin Merkler, Standortvertreter im LBZ / Rheinische Landesbibliothek in seinem Vortrag mit dem Titel „Schoene Weinliteratur: Von der Literaturliste einer Ausstellung zur Fachdatenbank für Weinliteratur“ ein. Darunter auch, wie die Bibliographie in das Weinland Rheinland-Pfalz gekommen ist.
Rudolf Nickenig, Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats der Gesellschaft für Geschichte des Weines e.V. befasst sich in seinem Vortrag „Von der Fachwelt geschrieben, von Winzern gelesen“ mit der Entstehung der Fachzeitschriften in der Weinbranche. Darin beleuchtet er, wie der technische Fortschritt im Zeitungs- und Zeitschriftendruck sowie im Verkehrswesen dieses Publikationssegment beförderte.
Die Vorträge finden in Kooperation mit der Gesellschaft für Geschichte des Weines e.V. statt, begleitend zur im LBZ Koblenz laufenden Ausstellung „Geschichte(n) des Weinbaus: Die Bibliothek des Friedrich von Bassermann-Jordan“ (Laufzeit: 7. Juli bis 22. August 2026).
Am Abend besteht die Möglichkeit, bei einer Fassprobe der Weinmanufaktur Reitz aus Ernst/Mosel Wein der Rebsorte „Schwarz-Blauer Riesling“ zu kosten. Diese seit dem Frühmittelalter angebaute Rebsorte galt zwischenzeitlich als ausgestorben. 2008 wurden durch Zufall zwei uralte Rebstöcke an der Mittelmosel wiederentdeckt. Mittels vegetativer Vermehrung durch einen Rebveredler wurde die Sorte wieder in den Weinberg zurückgebracht und kann nun erstmalig genossen werden.

(Logo BiblioVino): LBZ
Über die Weinbibliographie „BiblioVino“ (https://wein.lbz-rlp.de)
Die Bibliographie zur Geschichte und Kultur des Weines (genannt „Schoene 1-4“ nach ihrer Begründerin Renate Schoene, Bibliotheksamtsrätin an der Universitäts- und Landesbibliothek Bonn) ist eine Literaturdokumentation der deutschsprachigen Weinliteratur. Sie umfasst Nachweise von Büchern, Aufsätzen aus Zeitschriften, Jahrbüchern, Tages- und Wochenzeitungen sowie Einzelbeiträgen aus Sammelwerken. Derzeit sind über 41.000 Titel nachgewiesen. Betreut wird die Bibliographie vom Landesbibliothekszentrum RLP.
Veranstaltung: „50 Jahre BiblioVino – ein Grund zum Weinfeiern“.
In Kooperation mit der Gesellschaft für Geschichte des Weines e.V.
Mit den Vorträgen
- „Schoene Weinliteratur“: Von der Literaturliste einer Ausstellung zur Fachdatenbank für Weinliteratur. Vortrag von Benjamin Merkler, Standortvertreter LBZ / Rheinische Landesbibliothek.
- Von der Fachwelt geschrieben, von Winzern gelesen: Zur Entstehung der Fachzeitschriften in der Weinbranche. Vortrag von Rudolf Nickenig, Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats der Gesellschaft für Geschichte des Weines e.V.
Termin: Donnerstag, 30. Juli 2026, Beginn: 19 Uhr
Ort: Landesbibliothekszentrum / Rheinische Landesbibliothek, Bahnhofplatz 14, 56068 Koblenz
Eintritt frei.

