
Fotos: Ulf Steffenfauseweh
Oberbürgermeister Jan Einig besucht W.R. Lang GmbH und tauscht sich mit Geschäftsführung über Standort, Fachkräfte und Gesundheitswirtschaft aus
Seit mehr als 150 Jahren ist die W.R. Lang GmbH in Neuwied zuhause. Oberbürgermeister Jan Einig hat das 90 Mitarbeiter starke Familienunternehmen in der Hafenstraße kürzlich gemeinsam mit Alexandra Rünz und Christoph Engels von der städtischen Wirtschaftsförderung besucht, um sich über aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen und Zukunftsperspektiven auszutauschen.
„Mir ist der direkte Austausch mit unseren heimischen Unternehmen sehr wichtig. Viele Gespräche ergeben sich zwar bei Veranstaltungen oder Empfängen, aber ein Besuch vor Ort ermöglicht noch einmal ganz andere Einblicke“, betont der OB im Gespräch mit Laura und Julian Lang, die das Unternehmen inzwischen in fünfter Generation führen. „Uns geht es darum, persönlich ansprechbar zu sein, kurze Wege zu schaffen und frühzeitig zu erfahren, wo Unternehmen Unterstützung brauchen oder wo die Stadt helfen kann“, macht er deutlich.
Gegründet wurde der Betrieb 1872 als Gerberei. Heute ist die W.R. Lang GmbH ein führender Großhändler im Bereich Orthopädietechnik mit rund 20.000 Artikeln im Sortiment. In den vergangenen Jahren hat das Unternehmen sein Angebot kontinuierlich erweitert. Neben Eigenmarken und Serviceleistungen für orthopädische Fachbetriebe spielt inzwischen auch das Thema ganzheitliche Gesundheitsversorgung eine immer größere Rolle.

Laura und Julian Lang sowie OB Jan Einig und Wirtschaftsförderer Alexandra Rünz und Christoph Engels. Foto: Ulf Steffenfauseweh
Im Gespräch mit der Stadtspitze ging es unter anderem um Fachkräftemangel, Gewerbeflächen, Wohnraum und bürokratische Anforderungen für mittelständische Unternehmen. Auch die Bedeutung betrieblicher Gesundheitsprävention wurde diskutiert. Die Geschäftsführung schilderte dabei ihre Erfahrungen aus der Praxis und warb dafür, Gesundheitsförderung stärker in den Arbeitsalltag von Unternehmen zu integrieren. „Die W.R. Lang GmbH ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie sich traditionelle Familienunternehmen immer wieder neu aufstellen und erfolgreich weiterentwickeln können“, freute sich Einig. „Solche Betriebe sind ein wichtiger Bestandteil unserer Wirtschaftskraft und sichern Arbeitsplätze weit über Neuwied hinaus.“
Die Wirtschaftsförderung der Stadt stellte beim Besuch zudem ihre Unterstützungsangebote für Unternehmen vor. Dazu gehören die Vermittlung innerhalb der Verwaltung, Unterstützung bei Standortfragen, Netzwerkarbeit sowie der regelmäßige Austausch mit Betrieben vor Ort. Gerade diese persönliche Vernetzung sei wichtig, um Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und gemeinsam Lösungen zu finden.
Auch die zukünftige Entwicklung des Wirtschaftsstandorts Neuwied war Thema des Gesprächs. Die Stadt arbeitet derzeit intensiv an zusätzlichen Gewerbeflächen sowie an großen Wohnbauprojekten, um Unternehmen langfristige Perspektiven und ihren Mitarbeitern attraktiven Wohnraum bieten zu können.


