
Theater Koblenz eröffnet Großes Haus im Februar 2027 mit spartenübergreifendem Doppelabend
Spielzeit 2026/2027 wird an verlängerte Bauzeit angepasst
Rückkehr an den Deinhardplatz mit „Dido and Aeneas / Waiting for you“
Fotos (Arek Głębocki / Theater Koblenz)
Das Theater Koblenz wird sein saniertes Großes Haus am Deinhardplatz im Februar 2027 mit dem spartenübergreifenden Doppelabend „Dido and Aeneas | Waiting for you“ eröffnen. Die Verbindung aller Sparten markiert den künstlerischen Neubeginn im Stammhaus und steht zugleich für die spartenübergreifende Zusammenarbeit, die das Theater Koblenz prägt.
Die Wiedereröffnung wird damit später stattfinden als zuletzt vorgesehen. Nach aktueller Einschätzung können die sanierten Gebäude nicht bereits nach der Sommerpause 2026 vollständig an das Theater übergeben werden. Die Fertigstellung der Baumaßnahmen läuft. Zur Vermeidung von Baueinschränkungen wegen bereits paralleler Nutzung ist die Nutzungsübergabe nun für den Jahreswechsel 2026/2027 vorgesehen.

Fotos (Arek Głębocki / Theater Koblenz): Fassade des Theaters Koblenz
Grund für die erneute Verlängerung sind vor allem die während der Sanierung festgestellten erheblichen Schäden an der historischen Bausubstanz. Ihre Beseitigung erforderte zusätzliche Planungen, Prüfungen und umfangreichere Arbeiten als zunächst absehbar. Hinzu kamen zeitweise begrenzte personelle Kapazitäten einzelner ausführender Unternehmen.
Wesentliche große Baumaßnahmen werden im Sommer 2026 wie geplant abgeschlossen sein, darunter die Arbeiten an der Theater- und Bühnentechnik, am Dach, an der Fassade und an der Gebäudestruktur.
Die neuen zu erwartenden Gesamtkosten für die Kernsanierung des Theaters Koblenz belaufen sich auf insgesamt rund 45.554.400 Euro. Zuletzt waren die Planungen von Gesamtkosten von 40.121.100 Euro ausgegangen.
Die schrittweise Inbetriebnahme der Gebäude am Deinhardplatz und in der Clemensstraße war ursprünglich für das zweite Quartal 2026 geplant. Nun wird sie unmittelbar nach der Sommerpause 2026 beginnen. Sie findet, soweit möglich, parallel zum laufenden Theaterbetrieb statt und mündet schließlich in einen zweiwöchigen Gesamtumzug.
„Für das Funktionieren des nunmehr auf zwei Wochen im Januar komprimierten Gesamtumzugs ist es entscheidend, dass alles, was bauseits fertiggestellt werden kann, auch wirklich wie ursprünglich vorgesehen mit dem Ziel Sommer 2026 fertiggestellt wird“, so Baudezernent Prof. Dr. Andreas Lukas.
Um die erste Premiere im Großen Haus im Februar 2027 sicherzustellen, gibt es zwischen dem 18. Januar 2027 und dem 12. Februar 2027 weder Vorstellungen im Theaterzelt noch im Großen Haus des Theaters Koblenz. Der Probenbetrieb im Großen Haus wird so schnell wie möglich, spätestens jedoch im Januar 2027, anlaufen.
Die notwendige Bauzeitverlängerung wirkt sich auf den Proben- und Vorstellungsbetrieb der bereits geplanten Spielzeit 2026/2027 aus. Die Theaterleitung setzt alles daran, diese Auswirkungen so gering wie möglich zu halten.
Mehrere ursprünglich für das Große Haus vorgesehene Neuproduktionen können durch eine Anpassung ihrer künstlerischen Konzeption im Theaterzelt realisiert werden. Dazu gehören „Dieses Stück geht schief“, „Zwischen den Stunden“, „Hoffmanns Erzählungen“, „Die Bremer Stadtmusikanten“ und „Kristina“.

Die Premieren von „La Bohème“ und „Effi Briest“ sollen voraussichtlich in die Spielzeit 2027/2028 verschoben werden. „La Bohème“ wird jedoch bereits in der kommenden Spielzeit geprobt und vorab in wenigen konzertanten Aufführungen im Theaterzelt gezeigt. Dieses Verfahren hat sich schon in der Zeit der Corona-Pandemie bei unvorhergesehenen Verschiebungen bewährt.
Der Spielplan in den übrigen Spielstätten kann wie vorgesehen realisiert werden. Auch die ursprünglich angekündigten Premieren- und Vorstellungstermine sollen weitgehend erhalten bleiben. Zusätzlich sind weitere Vorstellungen von „Kristina“ sowie eine Wiederaufnahme der Erfolgsproduktion „Mephisto“ im Theaterzelt geplant. Einzelne für das Große Haus vorgesehene Sonderveranstaltungen können dagegen nicht stattfinden.
Die Zuschauerinnen und Zuschauer sowie Abonnentinnen und Abonnenten des Theaters werden ausführlich informiert, sobald die genaue Ausgestaltung des angepassten Spielplans abgeschlossen ist.
„Die gewählte Lösung ermöglicht es, den Vorstellungsbetrieb im Theaterzelt bis Mitte Januar 2027 fortzuführen, möglichst viele der angekündigten Produktionen zu realisieren und das Große Haus im Februar 2027 mit einem künstlerisch herausragenden Eröffnungsabend wieder in Betrieb zu nehmen“, erklären Kulturdezernent Ingo Schneider und Intendant Markus Dietze.
Die kommunalen Gremien sind mit einer ausführlichen Beschlussvorlage des Baudezernats vom 10.06.2026 ordnungsgemäß informiert worden und werden den Sachverhalt am 15. Juni 2026 im Haupt- und Finanzausschuss und am 25. Juni 2026 im Stadtrat beraten.

