
Kreisjugendamt Neuwied und Zeitgeist Erziehungshilfen stärken Fachkräfte für die Arbeit mit Vorschulkindern
Foto: Franlin Toma
Kreis Neuwied. Im Rahmen des „Kommunalen Gesamtkonzepts zur Verbesserung der Unterstützung von Kindern psychisch und suchterkrankter Eltern (KipsE) sind im Landkreis Neuwied jetzt erstmals pädagogische Fachkräfte zu zertifizierten FRANA-Multiplikatorinnen und Multiplikatoren erfolgreich ausgebildet worden. Die Ausbildung erfolgte über Kooperation zwischen dem Kreisjugendamt und dem anerkannten Neuwieder Kinder- und Jugendhilfeträger Zeitgeist Erziehungshilfen.
FRANA steht als Abkürzung für „Frei, Resilient, Aufmerksam, Neugierig, Authentisch“. In den vergangenen drei Jahren wurde das Programm in mehreren Kindertagesstätten im Kreis Neuwied durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Zeitgeist Erziehungshilfen erprobt. „Ziel des Angebots ist es, Kinder frühzeitig in ihrer Resilienz und Selbstwirksamkeit zu stärken und sie insbesondere in herausfordernden Lebenssituationen zu unterstützen. Unser Kreisjugendamt leistet auch in diesem Segment und als Kooperationspartner professionelle und gute Arbeit“, erläutert Landrat Achim Hallerbach.
In diesem Jahr konnten nun erstmals pädagogische Fachkräfte aus verschiedenen Kitas im Rahmen einer dreitägigen Basisschulung zu zertifizierten FRANA-Multiplikatorinnen und -Multiplikatoren qualifiziert werden. Im Mittelpunkt der Fortbildung standen neben der Vermittlung fachlicher Inhalte auch Austausch, Reflexion und die gemeinsame Weiterentwicklung von Handlungsmöglichkeiten für den pädagogischen Alltag.
Die Absolventinnen und Absolventen werden künftig insbesondere Vorschulkinder gezielt stärken und sie im sensiblen Übergang vom Kindergarten in die Grundschule begleiten. Gerade in dieser Phase benötigen Kinder verlässliche Bezugspersonen, die aufmerksam hinschauen, ihre Bedürfnisse wahrnehmen und Beziehungen bewusst gestalten. Das FRANA-Konzept setzt genau an dieser Stelle an: Es unterstützt Fachkräfte dabei, Kindern in herausfordernden Situationen Sicherheit, Orientierung und Beziehung zu vermitteln.

Foto: Franlin Toma
Aufgrund des großen Interesses hat sich das Kreisjugendamt dazu entschieden, in diesem Jahr zwei Basisschulungen FRANA anzubieten und damit bis zu 30 Fachkräfte aus Kindertagesstätten kostenfrei fortzubilden. Der hohe Bedarf wurde schnell deutlich: Die verfügbaren Plätze waren innerhalb weniger Tage vollständig ausgebucht.
„Mit der Ausbildung der ersten FRANA-Multiplikatorinnen und Multiplikatoren wird ein weiterer wichtiger Schritt unternommen, um möglichst viele Kinder im Landkreis Neuwied frühzeitig zu stärken und pädagogische Fachkräfte nachhaltig in ihrer Arbeit zu unterstützen“, betont Laura Rockenfeller, Koordinatorin der Hilfen für Kinder von psychisch suchterkrankten Eltern im Kreisjugendamt Neuwied. In Zusammenarbeit mit dem Institut für sozialpädagogische Forschung Mainz hatte Laura Rockenfeller federführend das auf drei Jahre begrenzte KipsE-Modellprojekt betreut, das der Kreis erst kürzlich in eine unbefristete Stelle unter ihrer Regie umgewandelt hat.
Foto-Unterzeile: Im Rahmen des „Kommunalen Gesamtkonzepts zur Verbesserung der Unterstützung von Kindern psychisch und suchterkrankter Eltern (KipsE) wurden im Landkreis Neuwied erstmals pädagogische Fachkräfte zu zertifizierten FRANA-Multiplikatorinnen und Multiplikatoren erfolgreich ausgebildet.

