Fachkräfteallianz Neuwied thematisierte Ausbildungssituation und die Lage am Arbeitsmarkt – Ausbildungsmesse am 7. Mai 2026

Kreis Neuwied. (Foto: Thomas Herschbach) - Wer eine Allianz schmiedet, arbeitet zumeist an einem gemeinsamen Werk, das jeden einzelnen braucht, stärker macht und der übergeordneten Idee hilft. Etwa, wenn es um die Frage des ökonomischen Fortschritts und der Standortsicherung insbesondere durch die Besetzung von Lehrstellen geht. Genau damit beschäftigt sich die Fachkräfteallianz Neuwied. Das 2019 gegründete Netzwerk aus elf Institutionen im Landkreis Neuwied widmet sich umfänglich den Themen rund um Berufsausbildung und Fachkräfte. Von Praktikum über Ausbildung bis hin zu einem Dualen Studium möchte die Fachkräfteallianz dazu beitragen, Fach- und Führungskräfte an die Unternehmen im Landkreis Neuwied zu vermitteln.

„Für einen erfolgreichen Wirtschaftsstandort sind die kontinuierliche Ausbildung und eine breitgefächerte Palette an Ausbildungsbetrieben ein absolutes Muss und ein fundamentales Zukunftselement“, hebt Landrat Achim die Bedeutung der Ausbildung hervor.
Die in der jüngsten Sitzung vorgestellten Zahlen zum Ausbildungsjahr 2025 zeigen für den Landkreis Neuwied mit seinem breit gestreuten Branchenmix ein recht stabiles Bild. Jedoch war auch hier durch die aktuelle konjunkturelle Stimmung erstmals seit Jahren ein Rückgang bei den gemeldeten Ausbildungsstellen zu verzeichnen. In Zahlen heißt dies, dass auf 1.375 gemeldete Ausbildungsstellen knapp 900 Bewerberinnen und Bewerber kamen. In Summe näherten sich im Landkreis Neuwied somit Angebot und Nachfrage aneinander an.

Die Fragen des ökonomischen Fortschritts und der Standortsicherung hinsichtlich der Besetzung von Lehrstellen standen auch im Blickpunkt der jüngsten Sitzung der Fachkräfteallianz mit Landrat Achim Hallerbach, IHK-Regionalgeschäftsführerin Kristina Kutting und Kreiswirtschaftsförderer Harald Schmillen. Foto: Thomas Herschbach

„Die duale Ausbildung spielt eine entscheidende Rolle bei der Sicherung des Fachkräftebedarfs. Es ist unerlässlich, dass wir die Ausbildung stärker wertschätzen und den Jugendlichen klar kommunizieren, welche Chancen sie durch eine qualifizierte Ausbildung haben. Die Gleichwertigkeit von akademischer und beruflicher Bildung muss deutlich gemacht werden, damit junge Menschen die für sie passende Perspektive finden können,“ kommentiert Kristina Kutting, IHK-Regionalgeschäftsführerin für die Landkreise Altenkirchen und Neuwied.
Dabei ist hervorzuheben, dass im vergangenen Jahr insbesondere das Handwerk eine sehr stabile Entwicklung aufzuweisen hatte und im Fünfjahresvergleich einen leichten Zuwachs bei den abgeschlossenen Ausbildungsverträgen verzeichnen konnte.
Gute Vorzeichen also für den Kreis Neuwied und die nächste Ausbildungsmesse, die am 7. Mai 2026 auf dem Gelände der David-Roentgen-Schule stattfindet. Von 9 Uhr bis 13:30 Uhr können sich wieder Ausbildungsbetriebe auf der einen und Jugendliche auf der anderen Seite über Ausbildungsmöglichkeiten im Landkreis Neuwied informieren und mit den Unternehmen direkt in Kontakt kommen. Auch Praktika werden hier gerne vermittelt. „Die Ausbildungsmesse im Stadtgebiet ist zu einem Leuchtturmprojekt geworden. Deutlich über 1.000 Schülerinnen und Schüler informieren und knapp 100 Unternehmen präsentieren sich geballt an einem Vormittag“, blickt Kreis-Wirtschaftsförderer Harald Schmillen bereits mit Vorfreude auf den gemeinsam festgelegten Termin am 7. Mai 2026.