Ein prachtvolles, frisch saniertes Eck-Fachwerkhaus in Ahrweiler mit einem markanten Erker-Türmchen und kunstvollen, farbigen Figuren unter dem Dachvorsprung.

Ich glaube, keiner von uns konnte sich vor gut vier Jahren wirklich vorstellen, was es bedeutet, wenn gesagt wird: „Der Wiederaufbau dauert.“ Man konnte es zwar theoretisch verstehen, aber kaum begreifen, was es wirklich heißt, wenn sich ein ganzer Landstrich oder Teile einer Stadt nach solch einer Flut wieder erholen müssen.

Man denkt im ersten Moment: „Gut, da muss eben eine Straße neu gemacht werden.“ Im Kopf sieht man dabei eine einzelne Baustelle, aber nicht die gewaltige Planung dahinter. Ein Haus muss kernsaniert werden – doch davor stehen das Trocknen, das Überprüfen, die Statik, die Planung und die Genehmigung. Und über allem stand für viele erst einmal die alles entscheidende Frage: Bleibe ich oder bleibe ich nicht?

Nahaufnahme eines historischen Fachwerkhauses in Ahrweiler mit dunkelblauem Schieferdach und kunstvollen Schnitzereien, die Weintrauben und Reben zeigen. Im unteren Bereich sind Infotafeln zur Stadtgeschichte angebracht.

Viele haben direkt angepackt und losgelegt. Sie hatten vielleicht Glück mit der Versicherung, einen vergleichsweise kleineren Schaden oder viele helfende Hände, sodass die ersten Läden schon bald wieder öffnen konnten. Andere folgten nach und nach. Inzwischen ist wirklich viel Leben in die Stadt Ahrweiler zurückgekehrt, doch die Arbeit ist noch lange nicht getan.

Blick in eine schmale Gasse der Altstadt von Ahrweiler mit historischen Fachwerkhäusern unter blauem Himmel

Jetzt im Februar wird der neue Straßenbelag in der beliebten Fußgängerzone verlegt – Stück für Stück erobert sich Ahrweiler sein Stadtbild zurück. Und auch wenn das Thema Flut bei vielen Menschen, die weiter weg wohnen, längst aus den Köpfen verschwunden ist: Hier bleibt noch viel zu tun.

Eine Straßenszene in der Fußgängerzone von Ahrweiler. Man sieht helle Häuserfassaden mit bunten „wiederbunt.de“-Flaggen und rot-weiße Baustellenabsperrungen, die auf die laufenden Pflasterarbeiten hinweisen.

Was aber besonders schön ist: Die Kreativität ist zurück. In diesem Städtchen kann man in den Geschäften endlich wieder diese besonderen und etwas ungewöhnlicheren Dinge entdecken, die Ahrweiler immer ausgezeichnet haben.
Weitere Fotos kommen noch, seid also gespannt.

Habt einen wunderschönen Tag!

Ein gemütlicher, zu einer Kaffeebar umgebauter Kleintransporter („Ahrtaler Kaffeeröster“) in einem Innenhof. Dekoriert mit Lichterketten, Weinfässern und kleinen Tannenbäumen.

Ein prachtvolles, frisch saniertes Eck-Fachwerkhaus in Ahrweiler mit einem markanten Erker-Türmchen und kunstvollen, farbigen Figuren unter dem Dachvorsprung.

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