
Landrat Achim Hallerbach verabschiedet Petra Spohr-Schäfer in den Ruhestand
Foto: Martin Boden / Kreisverwaltung Neuwied
Kreis Neuwied. „Für uns sind Sie ein Leuchtturm.“ Mit diesen Worten würdigte Landrat Achim Hallerbach die langjährige Arbeit von Petra Spohr-Schäfer, die nun nach 44 Jahren im Dienst der Kreisverwaltung Neuwied in den Ruhestand verabschiedet wurde.
Eigentlich hätte sie bereits am 1. August 1982 ihren Dienst antreten sollen. Da dieser Tag jedoch auf einen Sonntag fiel, wurde der darauffolgende Montag zum Beginn einer außergewöhnlich langen beruflichen Laufbahn. 44 Jahre – eine echte Schnapszahl und eine Zeit, in der sich die Verwaltung grundlegend verändert hat.
Als Petra Spohr-Schäfer ihre Ausbildung begann, gehörte noch die Schreibmaschine zur Büroausstattung, ebenso wie der Aschenbecher. Homeoffice und flexible Arbeitsmodelle waren auch noch Zukunftsmusik.
Dass sie einmal Beamtin werden würde, war zunächst keineswegs ausgemacht. Ursprünglich hatte sie sich als Bürokauffrau beworben. Bei der Kreisverwaltung sah man sie jedoch im mittleren Dienst. Während ihre Familie von dieser Aussicht begeistert war, musste sie selbst erst einmal überlegen. Denn ihr eigentlicher Berufswunsch war ein ganz anderer: Schaufenster dekorieren. Doch dieser Beruf war schon damals auf dem Rückzug. Rückblickend sollte sie mit ihrer Entscheidung für die Verwaltung zufrieden sein.

Nach mehr als 44 Jahren im Dienst der Kreisverwaltung Neuwied wurde Petra Spohr-Schäfer von Landrat Achim Hallerbach, Büroleiterin Diana Wonka und der Personalratsvorsitzenden Birgit Eisenhuth in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Foto: Martin Boden / Kreisverwaltung Neuwied
Ihre berufliche Laufbahn führte sie durch zahlreiche Bereiche der Kreisverwaltung. Nach ihrer Ausbildung zur Kreisassistentenanwärterin arbeitete sie zunächst in der Sozialabteilung, unter anderem in den Bereichen Hilfe zur Pflege, Wohngeld und Wohnbauförderung. Es folgten Stationen in der Kreiskasse, der Bußgeldstelle und im Immobilienmanagement. Seit April 2015 war sie in der Führerscheinstelle tätig – ihrer letzten Abteilung sozusagen. Insgesamt erlebte sie drei Landräte, zahlreiche Gesetzesänderungen und viele Veränderungen im Verwaltungsalltag.
Landrat Achim Hallerbach hob insbesondere ihre Beständigkeit, Kompetenz und ihren Teamgeist hervor: „Ich danke Ihnen herzlich für Ihre langjährige Loyalität und Ihren Einsatz. Sie haben mit dazu beigetragen, den guten Ruf unserer Kreisverwaltung zu bewahren und zu stärken. Für Ihren neuen Lebensabschnitt wünsche ich Ihnen alles Gute, vor allem aber Gesundheit und viele schöne Momente. Denn auch die Zeit nach dem Berufsleben ist wertvoll und sollte in vollen Zügen genossen werden.“
Für Petra Spohr-Schäfer beginnt nun ein neuer Abschnitt, dieser aber gestaltet sich zunächst ohne große Pläne. Erst einmal möchte sie im Ruhestand ankommen, sich um Dinge im und ums Haus kümmern und schauen, was die Zeit mit sich bringt. Nach 44 Jahren im Dienst der Kreisverwaltung kann sie ihren Alltag nun ganz nach eigenen Vorstellungen gestalten und das mit viel Ruhe und persönlicher Freiheit.

