Beirat für Migration und Integration bildet sich fort

(Foto: Ulf Steffenfauseweh)
Wie bringt ein Gremium einen Antrag ein? Wie arbeiten Verwaltung und Politik zusammen? Was ist erlaubt – und wie lange dauert das? Wichtige Fragen für Menschen, die sich politisch engagieren. Die Stadt Neuwied vermittelte kürzlich Mitgliedern des Beirats für Migration und Integration im Rahmen eines Seminars die Grundlagen des Kommunalrechts. Ziel der Fortbildung war es, die Beiratsmitglieder für ihre ehrenamtliche Arbeit zu stärken und ihnen vertiefte Einblicke in kommunale Entscheidungsprozesse zu geben.

Der Beirat für Migration und Integration vertritt die Interessen von Menschen mit Migrationshintergrund in Neuwied. Um diese Aufgabe erfolgreich wahrnehmen zu können, sind Kenntnisse über kommunale Entscheidungswege und Zuständigkeiten besonders bedeutsam. Die Fortbildung vermittelte wichtige Grundlagen und stärkte die Handlungsmöglichkeiten der Beiratsmitglieder für die zukünftige Arbeit.

Manuel Minor (hinten links) referierte auf Einladung von Regina Berger (2. Von rechts), Amtsleiterin Soziales, Senioren und Integration, und ihrer Stellvertreterin Sandra Mette (rechts) vor Mitgliedern des Beirats für Migration und Integration. (Foto: Ulf Steffenfauseweh).

Manuel Minor, Dozent an der Zentralen Verwaltungsschule Rheinland-Pfalz, erläuterte praxisnah die Grundlagen des Kommunalrechts und zeigte auf, wie Verwaltung, Stadtrat, Ausschüsse und weitere Gremien zusammenarbeiten. Die Teilnehmenden konnten dabei ihr vorhandenes Wissen vertiefen und neue Impulse für ihre ehrenamtliche Tätigkeit gewinnen. Im Mittelpunkt standen der Aufbau und die Abläufe der Stadtverwaltung sowie die Aufgaben des Beirats – wie auch die Rahmenbedingungen, um diesen nachzugehen. Zudem klärte Minor die Teilnehmenden über ihre Beteiligungs- und Mitwirkungsmöglichkeiten innerhalb kommunaler Entscheidungsprozesse auf.

Zum Abschluss besuchte Bürgermeister Peter Jung die Veranstaltung, um den Beiratsmitgliedern persönlich für ihren ehrenamtlichen Einsatz zu danken. „Ihr Engagement für Integration, Zusammenhalt und ein gutes Miteinander in unserer Stadtgesellschaft verdient großen Respekt und Anerkennung. Mit dem erworbenen Wissen sind sie nun noch besser gerüstet, die Interessen der Menschen, die sie vertreten, wirkungsvoll einzubringen“, hob Jung hervor.

Die Rückmeldungen der Teilnehmenden fielen durchweg positiv aus. Sie bewerteten die Fortbildung als hilfreich für ihre Arbeit im Beirat. Einigkeit bestand darüber, dass das Schulungsangebot auch künftig einen wichtigen Beitrag zur Qualifizierung von Beiratsmitgliedern leisten soll.