
Foto: Universität Koblenz
An der Universität Koblenz dürfen Mitarbeitende ihre Hunde mit ins Büro bringen. Seit Oktober 2025 läuft ein zwölfmonatiges Pilotprojekt, das die Mitnahme von sogenannten Bürohunden ermöglicht. Zur Halbzeit fällt die Resonanz durchweg positiv aus.
Die Universität Koblenz geht neue Wege bei der Gestaltung zeitgemäßer und flexibler Arbeitsbedingungen: Seit Oktober 2025 können Mitarbeitende im Rahmen eines einjährigen Pilotprojekts ihre Hunde mit ins Büro bringen. Damit reagiert die Universität auf die sich verändernde Arbeitswelt und setzt ein starkes Zeichen für eine mitarbeiterorientierte Organisationskultur. Ziel des Projekts ist es, die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben zu erleichtern und die Zufriedenheit am Arbeitsplatz zu steigern – ohne dabei andere Beschäftigte oder Studierende zu benachteiligen.
Mit dem Pilotprojekt sammelt die Universität praktische Erfahrungen, wie sich Hunde langfristig in den Arbeitsalltag integrieren lassen. Nach Abschluss der einjährigen Pilotphase wird bewertet, wie das Angebot dauerhaft an der Universität etabliert werden kann.
Nach der Hälfte der Projektlaufzeit sind bereits 16 Bürohunde zugelassen, weitere Anfragen zur Prüfung treffen fortlaufend ein. „Die hohe Nachfrage zeigt, dass wir mit dem Pilotprojekt den Bedarf vieler Kolleg*innen adressieren“, sagt Yvonne Werle, die das Projekt gemeinsam mit Dr. Felicitas Kexel angestoßen hat. In einer Arbeitsgruppe der Personalvertretung, in der Hundebesitzer*innen und Beschäftigte ohne Bezug zu Hunden vertreten waren, wurde das Konzept ausgearbeitet und gemeinsam mit der Hochschulleitung final abgestimmt.

Bürohunde am Campus der Universität Koblenz. Foto: Universität Koblenz
Dass Bürohunde zur Verbesserung des Arbeitsklimas beitragen können, gilt inzwischen als gut dokumentiert. Studien zeigen, dass Mitarbeitende mit Bürohunden ein nachweislich geringeres Stressniveau aufweisen, und zwar nicht nur Hundebesitzer*innen, sondern auch Kolleg*innen, die regelmäßig Kontakt zu Bürohunden haben. Das Projekt stützt sich damit auf Erkenntnisse, die bereits viele große Unternehmen erfolgreich nutzen.
Damit das Zusammenleben von Mensch und Tier im Büro gut funktioniert und um den Bedürfnissen von Mitarbeitenden mit und ohne Hund Rechnung zu tragen, gelten bestimmte Rahmenbedingungen. „Die zentrale Herausforderung bestand darin, eine Regelung zu schaffen, die die Interessen aller Beschäftigten und Studierenden gleichermaßen berücksichtigt – unabhängig davon, ob sie Hunde besitzen, allergisch reagieren, Ängste haben oder in Bereichen mit besonderen Anforderungen arbeiten“, erklärt Mit-Initiatorin Kexel.
Dafür wurde ein umfassendes Konzept mit klaren Rahmenbedingungen entwickelt: Bürohunde dürfen nur mit Einverständnis der Büro-Kolleg*innen mitgebracht werden, sie müssen haftpflichtversichert sein, über einen gültigen Heimtierpass und aktuellen Impfstatus verfügen und außerhalb des Büros stets angeleint sein. Gut sichtbare Halstücher kennzeichnen die Tiere zudem als Bürohunde.
In folgendem Video gibt es mehr Eindrücke zum Projekt „Bürohunde“ an der Universität Koblenz: uni-ko.de/buerohunde

