ReThink e.V. kehrt ab April nach Heimbach-Weis zurück

Foto: Felix Banaski
Nachhaltigkeit kann schon bei kleinen Dingen anfangen. In der Entscheidung, eine noch intakte Papiertüte ein zweites Mal zu verwenden oder aussortierte aber noch hochwertige und funktionale Kleidung weiterzugeben, anstatt sie wegzuwerfen. Sich für eine ökologisch nachhaltige, soziale und aktive Stadtgemeinschaft einzusetzen, hat sich der Heimbach-Weiser Verein „ReThink“ auf die Fahnen geschrieben. Zu diesem Zweck betreibt die gemeinnützige Initiative ein Repair Café, Gemeinschafts- und Klimagärten sowie Flohmärkte, Tauschschränke und -regale in verschiedenen Stadtteilen. Im vergangenen Jahr hat sich auch das Team der „Tauschgarage“ dem Verein angeschlossen und im November in den gemeinsam genutzten Räumlichkeiten in der Marktstraße 103 in der Neuwieder Innenstadt eröffnet. Doch Mitte April ist hier Schluss: ReThink muss das Objekt wieder verlassen, hat in Heimbach-Weis aber bereits neue Räumlichkeiten gefunden. Da die Tauschgarage jedoch in der Innenstadt bleiben soll, sucht diese aktuell händeringend nach einer neuen „Heimat“.

Der Verein ReThink e.V. sucht händeringend nach neuen Räumlichkeiten für die Tauschgarage in der Neuwieder Innenstadt. Deshalb hat sich Citymanagerin Michaela Ullrich (2.v.l.) mit den Vereinsvertretern Andreas Barth, Marion Pörsch, Meike Barth (v.r.n.l.) und Bettina Grollius (l.) getroffen, um sie dabei zu unterstützen.  Foto: Felix Banaski

Die Tauschgarage nahm im Coronajahr 2020 als Tauschregal an der Heilig-Kreuz-Kirche ihren Anfang und entwickelte sich im Zuge der Ahrtalflut und durch den Zuzug vieler Ukrainerinnen und Ukrainer nach Beginn des russischen Angriffskriegs zu einer festen Institution in der Deichstadt. Einige der ukrainischen Stammkundinnen haben inzwischen „die Seiten gewechselt“ und gehören längst selbst zum Tauschgaragen-Team. Für ihr großes Engagement wurde die Initiative 2023 mit dem Ehrenamtspreis der SWN ausgezeichnet. Egal, ob Hausrat, Kleidung, Bücher oder „Stehrümchen“ – in der Tauschgarage kann man eigentlich alles finden und kostenlos mitnehmen. Dabei muss nicht im eigentlichen Sinne getauscht werden: Wer etwas braucht, muss selbst nichts dafür abgeben. Stattdessen nimmt das Team während der Öffnungszeiten – immer dienstags, donnerstags und samstags von 10 bis 16 Uhr – Sachspenden entgegen. Ein Umzug nach Heimbach-Weis kam für die Tauschgarage nicht infrage – der Bedarf in der Innenstadt ist schlicht am größten. „Deshalb ist es nicht nur im Interesse des Tauschgaragen-Teams, sondern auch und vor allem im Sinne der Kundinnen und Kunden, dass schnellstmöglich eine neue – und im besten Fall dauerhafte – Lösung gefunden wird“, erklärt Citymanagerin Michaela Ullrich, die den Verein bei ihrer Suche unterstützt.

Was ihre neuen Räumlichkeiten betrifft, hat das Team aus ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern keine sonderlich hohen Ansprüche. Wichtig ist nur: Sie sollten mindestens 50 Quadratmeter messen, um ausreichenden Platz für die umfangreichen Bestände zu bieten, trocken, windgeschützt und barrierefrei sein und über einen Stromanschluss und im Idealfall auch über Sanitäranlagen verfügen. Wünschenswert wäre zudem die Möglichkeit, kurzfristig in unmittelbarer Nähe parken zu können, um die Anlieferung von größeren Spenden zu erleichtern. Vermieter von in Frage kommenden Innenstadt-Immobilien können sich per E-Mail an info@rethink-ev.de wenden.