
Land übergibt Machbarkeitsstudie zur „Turbofläche“ – OB Einig sieht wichtigen Schritt für Neuwieds Zukunft
Fotos: Ulf Steffenfauseweh
Die geplante Erweiterung des Gewerbegebiets Friedrichshof nimmt eine wichtige Hürde: Oberbürgermeister Jan Einig hat aus den Händen von Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt und Innenminister Michael Ebling die Machbarkeitsstudie für die sogenannte „Turbofläche“ entgegengenommen. Damit liegt eine fachliche Grundlage vor, um das rund 75 Hektar große Gebiet schneller weiterzuentwickeln. „Die Verfügbarkeit geeigneter Gewerbeflächen ist eine entscheidende Voraussetzung für wirtschaftliches Wachstum, neue Arbeitsplätze und eine handlungsfähige Kommune“, unterstreicht Oberbürgermeister Jan Einig.

Fotos: Ulf Steffenfauseweh
Bei der Erweiterung geht es um ein Schlüsselprojekt der Neuwieder Entwicklung, das die Stadtspitze bereits seit Jahren verfolgt. „Dieser Weg ist anspruchsvoll. Umso wichtiger ist es, dass wir jetzt einen entscheidenden Schritt weiter sind. Der Friedrichshof steht für Arbeitsplätze, Perspektiven und eine starke Zukunft unserer Stadt“, erklärt der Oberbürgermeister.
Zugleich verweist Einig auf den engen Zusammenhang zwischen Gewerbeentwicklung, Stadtwachstum und Wohnungsbau. Neuwied hat sich zum Ziel gesetzt zu wachsen. Mehrere Wohnbauprojekte und neue Gewerbeflächen ergänzen sich dabei und bilden gemeinsam die Grundlage für eine nachhaltige Stadtentwicklung. „Solche Projekte gelingen nur, wenn viele Akteure an einem Strang ziehen. Dieses partnerschaftliche Miteinander zwischen Stadt, Land und Kommunalpolitik ist entscheidend für den Erfolg“, betont der Oberbürgermeister und dankt dem Stadtrat für die entsprechenden Beschlüsse.

Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt hob bei der Übergabe hervor, dass neue Gewerbe- und Industrieflächen die Basis für Investitionen, Innovation und Beschäftigung sind. Innenminister Michael Ebling verwies auf die planerische Begleitung des Landes, die Kommunen bei der Entwicklung anspruchsvoller Flächen frühzeitig unterstützt und damit Verfahren beschleunigt.
Die Studie für den Standort Friedrichshof zeigt konkrete Entwicklungsmöglichkeiten auf, die wirtschaftliche Chancen mit ökologischen Anforderungen verbinden. Für Oberbürgermeister Jan Einig ist die Bedeutung des Projekts klar: „Wenn wir über Gewerbeflächen sprechen, sprechen wir am Ende über Lebensqualität. Über sichere Arbeitsplätze, über Investitionen in Schulen, Kitas und Infrastruktur. Der Friedrichshof ist deshalb weit mehr als ein Bauprojekt – er ist ein Zukunftsversprechen für Neuwied.“

Hintergrund: Das sind Turboflächen
Mit dem Landesprojekt „Turboflächen“ verfolgt Rheinland-Pfalz das Ziel, neue Gewerbe- und Industrieflächen schneller zur Entwicklungsreife zu bringen. Dafür wurden landesweit 13 Standorte ausgewählt, die durch Machbarkeitsstudien, gezielte planerische Unterstützung und gebündelte Förderinstrumente besonders zügig entwickelt werden sollen.
Im Mittelpunkt stehen größere, verkehrsgünstig gelegene Flächen mit möglichst wenigen Nutzungseinschränkungen. Ziel ist es, Investitionen zu erleichtern, Unternehmensansiedlungen zu ermöglichen und langfristig Arbeitsplätze sowie Wertschöpfung zu sichern.

