
Bild (Stadt Koblenz/ Sabrine Hajri): Anlässlich des 100. Geburtstags von Valéry Giscard d’Estaing, in Koblenz geborener ehemaliger Staatspräsident von Frankreich, fand am Freitag, 6. Februar eine Feierstunde im historischen Rathaussaal statt. Mit der Veranstaltung wurde an das politische Wirken und die Bedeutung des 2020 verstorbenen Politikers erinnert.
Als französischer Präsident von 1974 bis 1981 zählt Giscard d’Estaing zu den prägenden Persönlichkeiten der europäischen Geschichte. Er setzte sich mit Weitblick für ein geeintes, friedliches und demokratisches Europa ein, wie nur wenige seiner Generation. Vor allem seine frühe Kindheit in Koblenz als Sohn eines dort stationierten französischen Verwaltungsbeamten habe ihn und sein Verständnis für Deutschland und die Bedeutung der deutsch-französischen Beziehungen positiv beeinflusst. Für seine besonderen Verdienste wurde ihm 2006 die Ehrenbürgerwürde der Stadt Koblenz verliehen.

Bild (Michael Jordan): Oberbürgermeister David Langner mit Louis Giscard d‘Estaing
Zahlreiche Gäste aus der örtlichen Politik, dem Freundschaftskreis Koblenz-Nevers, der stellvertretende französische Generalkonsul Jérémie Peyron, der Sohn des Politikers, Louis Giscard d’Estaing, sowie die Stadträte Colette Meunier, Muriel Marty und Richard Bartolo, die aus der französischen Partnerstadt Nevers anreisten, nahmen an der Feierstunde teil.
In seinem Redebeitrag betonte Oberbürgermeister David Langner die Vorbildfunktion Giscard d’Estaings, der mit Mut, Dialog und Vertrauen für ein vereintes und stabiles Europa stand und maßgebend für die deutsch-französischen Freundschaft war. Louis Giscard d’Estaing wiederum präsentierte die Arbeit der Fondation Valéry Giscard d’Estaing, deren Ziel es ist, das Wirken seines Vaters fortzuführen und das europäische Bewusstsein weiter auszubauen.
Die Feierstunde bot Raum für Erinnerung, Dank und Anerkennung für die anhaltende Bedeutung der politischen Arbeit Giscard d’Estaings. Musikalisch wurde die Veranstaltung begleitet von der 6. Französisch- und Musikklasse des Gymnasiums auf der Karthause und von Sieglinde Karges und Johanna Kwam.
Am folgenden Tag besuchten die Gäste in Rahmen eines französisches Stadtrundgangs den Gedenkstein für Valéry Giscard d’Estaing, der vor dem Geburtshaus des Koblenzer Ehrenbürgers aufgestellt wurde.

Bild (Stadt Koblenz/ Sabrine Hajri): Die Gruppe besucht den Gedenkstein für Valéry Giscard d’Estaing in den Rheinanlagen v. l. n. r.: Natascha Cali, Ilona von Oppel, Hubertus Hacke-Dietze, Muriel Marty, Colette Meunier, Pascal Holstegge, Richard Bartolo, Mario Neuneier, Louis Giscard d’Estaing, David Hennchen, Rebekka Jachmig, Sabrine Hajri

