
Da sitzen sie alle in Reih und Glied.
Eine neben der anderen, ordentlich aufgereiht, in der ersten Reihe – mit freiem Blick auf den Rhein. Lachmöwen am Deichvorgelände in Neuwied. Ein stilles Bild gelebter Gemeinschaft.
Wenn man sie so beobachtet, drängt sich fast automatisch eine Frage auf:
Warum sitzen sie eigentlich immer auf dem Geländer, am Ufer oder auf glatten Flächen – und nie im Baum, wie andere Vögel?

Die Antwort ist eigentlich ganz logisch. Möwenfüße sind nicht dafür gemacht, sich an Ästen festzukrallen. Sie können nicht greifen wie die Füße von Meisen oder Spatzen. Stattdessen sind sie perfekt für das Wasser – und für feste Untergründe. Ein Geländer ist für sie nicht nur Sitzplatz, sondern auch Startrampe: kurz abstoßen, losfliegen, ohne Umwege.
Vielleicht wirkt diese lange Reihe deshalb so ruhig und zugleich so bereit zum Aufbruch. Alle da, alle wachsam, alle mit Blick nach vorn.
In diesem Sinne:
Fliegen wir doch auch gemeinsam los ins Wochenende.
Euch allen alles Gute dafür!


