
Neue Feriensprachkurse für künftige Erstklässler angeboten
Foto: Melanie Lange
Für viele Kinder ist die Einschulung ein aufregender Tag. Wer erst seit kurzer Zeit in Deutschland lebt und noch kaum Deutsch spricht, steht dabei vor einer zusätzlichen Herausforderung. Genau hier setzen die neuen Feriensprachkurse der Volkshochschule Neuwied an: In der letzten Ferienwoche lernen künftige Erstklässler spielerisch die deutsche Sprache besser kennen und gewinnen mehr Sicherheit für ihren Start in den Schulalltag.
Erstmals richtet sich das landesweite Angebot auch an Kinder, die im neuen Schuljahr eingeschult werden. Die VHS Neuwied gehört dabei zu den ersten Einrichtungen in Rheinland-Pfalz, die diese Kurse anbieten. In der Marienschule werden insgesamt drei Kurse mit 22 Kindern durchgeführt. „Der erste Schultag soll für alle Kinder ein guter Start sein. Wenn sie schon vorher erste sprachliche Sicherheit gewinnen, fällt ihnen das Ankommen deutlich leichter. Sprache öffnet Türen – zu Bildung, Freundschaften und einem erfolgreichen Start in den Schulalltag“, betont Bürgermeister Peter Jung.

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In kleinen Lerngruppen vermitteln Lehramtsstudierende, aktive Lehrkräfte sowie erfahrene Dozierende für Deutsch als Zweit- und Fremdsprache grundlegende Sprachkenntnisse. Dabei geht es nicht nur um Wörter und Grammatik, sondern vor allem darum, die Kinder auf typische Situationen im Schulalltag vorzubereiten. Spielerische Übungen, Gespräche und gemeinsame Aktivitäten schaffen erste Sprechanlässe und bauen Berührungsängste ab.
Dass die Kurse nun auch für Schulanfänger angeboten werden können, ist einer Neuerung des Landes zu verdanken. Da die Kinder mit Beginn des Schuljahres bereits als Schulkinder versichert sind, können die Feriensprachkurse in der letzten Ferienwoche als offizielle Schulveranstaltung angeboten werden. Landesweit wurden für den Auftakt neun Kurse für zukünftige Erstklässler beantragt – drei davon entfallen auf die Volkshochschule Neuwied.
Das rheinland-pfälzische Bildungsministerium finanziert die Feriensprachkurse maßgeblich, das Ministerium des Innern, für Integration und Verkehr beteiligt sich ebenfalls an den Kosten. Die Volkshochschulen übernehmen die Organisation und bringen ihre langjährige Erfahrung in der Sprachförderung in die Gestaltung und Durchführung der Kurse ein.

