Geflügelhalter in MYK und Koblenz sind aufgefordert, ihre Tiere zu schützen
27.03.2026 PD-Nr. 082-2026
KREIS MYK. Geflügelhalter im Landkreis Mayen-Koblenz sowie im Stadtgebiet Koblenz werden dringend aufgefordert, ihre Tiere konsequent vor möglichen Infektionsrisiken zu schützen. Hintergrund ist die Newcastle-Krankheit, die wieder in Deutschland festgestellt wurde. Darauf weist das Veterinäramt der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz hin. Ziel ist es, eine Einschleppung und weitere Ausbreitung der hochansteckenden Tierseuche zu verhindern. Die Maßnahmen betreffen sämtliches gehaltenes Geflügel, insbesondere Hühner, Puten und weiteres Nutz- sowie Ziergeflügel.
Seit dem 20. Februar 2026 wurden in Deutschland mehrere Fälle der Newcastle-Krankheit festgestellt. Betroffen sind bislang vor allem die Bundesländer Bayern und Brandenburg. Die Geflügelseuche galt seit 1996 als getilgt und stellt nun erneut eine ernstzunehmende Gefahr für Geflügelbestände dar. „Die regelmäßige und gewissenhafte Impfung ist der wichtigste Schutz vor der Newcastle-Krankheit“, sagt Dr. Simone Nesselberger, Leiterin des Veterinäramtes Mayen-Koblenz und hebt die Bedeutung konsequenter Vorsorgemaßnahmen hervor. Die Absicht ist es, Tierleid zu verhindern und die Ausbreitung der Seuche einzudämmen. Für den Menschen stellt die Erkrankung nach aktuellem Kenntnisstand keine ernsthafte Gefahr dar. In Einzelfällen kann es bei intensivem Kontakt mit infizierten Tieren zu leichten Bindehautentzündungen kommen.
Darüber hinaus wird Geflügelhaltern geraten, strikte Biosicherheitsmaßnahmen einzuhalten. Dazu gehört insbesondere, den Zutritt betriebsfremder Personen zu Geflügelhaltungen zu vermeiden und indirekte Kontakte zwischen verschiedenen Beständen zu unterbinden. Bei Verdachtsfällen ist unverzüglich das zuständige Veterinäramt sowie der betreuende Tierarzt zu informieren. Nach Einschätzung von Fachbehörden kann die Ausbreitung der Erkrankung nur durch das konsequente Zusammenspiel von Impfung, Überwachung und Biosicherheit eingedämmt werden.
Ergänzende Informationen stellt unter anderem die Ständige Impfkommission Veterinärmedizin bereit: https://stiko-vet.fli.de/de/aktuelles/einzelansicht/die-newcastle-disease-hat-deutschland-erreicht/

