Mehr Klarheit bei Nutzung und Preisen – Digitalisierung der Hallenverwaltung geplant
Die Stadt Neuwied hat die Nutzung ihrer Sportstätten und Bürgerhäuser neu geregelt. Mit Beginn der neuen Verträge gelten ab dem 1. Juni aktualisierte Regelungen für Vermietung, Nutzung und Preise. „Unsere Bürgerhäuser sind wichtige Treffpunkte für das gesellschaftliche Leben in den Stadtteilen. Deshalb war es uns wichtig, die Regeln zu modernisieren und gleichzeitig für alle nachvollziehbar zu gestalten“, sagt Bürgermeister Peter Jung.
Die Neufassung ersetzt die bisherige Benutzungsordnung vollständig und reagiert auf veränderte Anforderungen im Betrieb kommunaler Einrichtungen. Ziel ist es, sowohl Vereinen als auch privaten Nutzern eine verlässliche Grundlage zu bieten und gleichzeitig die Interessen der Stadt als Eigentümerin zu sichern.
Klare Regeln und mehr Rechtssicherheit
Ein Schwerpunkt liegt auf konkretisierten Haftungsregelungen und verbindlichen Abläufen. Nutzer müssen künftig eine verantwortliche Person benennen und Schäden melden. Auch der Nachweis einer Haftpflichtversicherung gehört nun zum Standard. Damit orientiert sich die Stadt an den Regelungen vergleichbarer Einrichtungen und sorgt für mehr Sicherheit für alle Beteiligten. Zugleich wurden die zulässigen Nutzungen neu gefasst. Bürgerhäuser können weiterhin für Vereinsarbeit, Sitzungen und Veranstaltungen genutzt werden. Auch private Anlässe sind klar geregelt.
Auch die Mietpreise wurden überarbeitet. Erstmals wird zwischen Sommer- und Wintertarifen unterschieden, um unterschiedliche Betriebsaufwände abzubilden. Die Nutzung eines Bürgerhauses kostet je nach Größe und Ausstattung künftig zwischen 100 und 250 Euro, im Winter entsprechend mehr. Eine Übersicht aller Preise und Regelungen ist auf der Internetseite der Stadt Neuwied einsehbar. Wichtig bleibt: Ortsansässige Vereine können die Bürgerhäuser weiterhin einmal pro Jahr kostenfrei nutzen.
Nächster Schritt: Digitale Hallenbücher
Parallel dazu arbeitet die Stadt bereits am nächsten Entwicklungsschritt. Künftig sollen die bislang analogen Hallenbücher digitalisiert werden, um die Belegung der Sporthallen besser erfassen zu können. Derzeit erfolgt die Dokumentation häufig noch handschriftlich vor Ort. Das führt immer wieder zu unvollständigen Einträgen und erschwert die Auswertung der tatsächlichen Nutzung. „Wir sehen im Alltag, dass die bisherigen Hallenbücher an ihre Grenzen stoßen. Mit einer digitalen Lösung können wir die Nutzung deutlich verlässlicher erfassen und gleichzeitig den Aufwand für Vereine und Verwaltung reduzieren“, sagt Mario Strnad, Abteilungsleiter Sport bei der Stadt Neuwied.
Geplant sind digitale Lösungen, bei denen Nutzer ihre Anwesenheit beispielsweise per QR-Code erfassen können. So lassen sich Belegungen künftig besser nachvollziehen und organisieren. „Wir wollen unsere Sportstättenverwaltung Schritt für Schritt digital weiterentwickeln und die Abläufe für alle Beteiligten vereinfachen“, sagt Jung.

