Abläufe, Zuständigkeiten und Kommunikationswege optimieren - Stabsübung im Brand- und Katastrophenschutzzentrum
Kreis Neuwied.(Fotos: Thomas Herschbach und Martin Boden) - Im Rahmen seiner Winter-Übung hat der Verwaltungsstab des Landkreises Neuwied erneut seine Einsatz- und Handlungsfähigkeit unter Beweis gestellt: „Ziel der regelmäßig durchgeführten Trainings ist es, Abläufe, Zuständigkeiten und Kommunikationswege für den Ernstfall kontinuierlich zu optimieren, denn ein gut eingespieltes Krisenmanagement ist für die Sicherheit unserer Bevölkerung unverzichtbar“, betonte Landrat Achim Hallerbach. Als Landrat wäre der Kreis-Chef auch dazu befugt, den Katastrophenfall auszurufen.

Im Rahmen seiner Winter-Übung im Brand- und Katastrophenschutzzentrum hat der Verwaltungsstab des Landkreises Neuwied erneut seine Einsatz- und Handlungsfähigkeit unter Beweis gestellt. Fotos: Thomas Herschbach und Martin Boden
Im Brand- und Katastrophenschutzzentrum wurde diesmal unter Federführung der Stabsleitung in Person des Leitenden Staatlichen Beamten Martin Jung ein Szenario geprobt, bei dem eine Gewässerverunreinigung des Rheins zu einer Beeinträchtigung der Trinkwasserversorgung geführt hat. Die Mitglieder des Verwaltungsstabs, der alternativ auch als Krisenstab bezeichnet wird, waren am Vorabend per Alarmierungs-App aPager Pro über den Krisenfall informiert worden und in den „Einsatz“ gegangen.
Nach einem Lagevortrag, mit dem Katastrophenschützer Dominik Thier zunächst die Situation umrissen hatte, erfolgte in mehreren Arbeitsphasen und stets mit Blick auf Aktualisierungen der Krisenlage die koordinierte Abarbeitung der jeweiligen Fachaufgaben durch die Expertenrunde des Landkreises. Vertreten waren unter anderem das Gesundheitsamt, die Polizei, das Kreiswasserwerk, die Stadtwerke, die Sozial- und Jugendabteilung, der Umweltschutz, die Abfallwirtschaft, die Finanzverwaltung sowie das Pressebüro. Alle Beteiligten arbeiteten engagiert und konstruktiv zusammen, um die Krisensituation fachübergreifend zu bewältigen.

Fotos: Thomas Herschbach und Martin Boden
„Aus der Übung konnten wir wichtige Erkenntnisse gewinnen: Immer den Faktor `Zeit´ vor Augen sind die Zuweisung klarer Zuständigkeiten und eindeutiger Arbeitsaufträge ebenso entscheidend wie strategisches Denken über den eigenen Fachbereich hinaus“, brachte Brand- und Katastrophenschutzinspekteur Holger Kurz auf den Punkt, was Landrat Achim Hallerbach hinsichtlich des Lerneffektes anschließend weiter umriss:
„Effektive Krisenbewältigung gelingt nur gemeinsam. Wenn alle Beteiligten in der Lage sind, ihre Expertise ohne Verzug einzubringen, können Herausforderungen gut und zielgerichtet gelöst werden. Optimierungspotenzial bleibt ein kontinuierlicher Prozess. Auftauchende Schwachstellen haben wir fixiert; die Erkenntnisse fließen in zukünftige Planungen ein.“

Fotos: Thomas Herschbach und Martin Boden
Ebenso wie das Thema „Zivilschutz“, das an eigenverantwortliches Handeln appelliert, sollen beim Landkreis Neuwied regelmäßige Übungen des Verwaltungsstabs künftig noch stärker in den Fokus rücken. „Krisen lassen sich nicht planen – aber unsere Reaktionsfähigkeit schon. Jede Übung zeigt uns, wo wir stark sind und wo wir noch besser werden können. Mein Dank gilt allen Beteiligten, die mit großem Engagement daran mitwirken, dass unser Landkreis jederzeit handlungsfähig bleibt“, betont Landrat Achim Hallerbach die Bedeutung der regelmäßigen Stabsarbeit.
So sehen sich die verantwortlichen Stellen des Landkreises gut gerüstet für künftige Krisensituationen. Landrat Achim Hallerbach: „Wir sind davon überzeugt, dass der eingeschlagene Weg der richtige ist“.


