Der Engerser Initiativgruppe "Gedenkort Engers" ist herzlicher Dank dafür auszusprechen, dass sie am 8. Mai mit einer Veranstaltung an diesen Tag der Befreiung vom Faschismus erinnert hat. Traurig und beschämend ist allerdings die Tatsache, dass keine andere der demokratischen Parteien ausser dem Vorsitzenden der Engerser SPD, Ferhat Cato, es für nötig fand, an diesem Treffen teilzunehmen. Es muss überhaupt verwundern, dass in der Stadt Neuwied offensichtlich keine Institution bereit war, dieses wichtigen Tages zu gedenken. Der starke Friedensappell mit der musikalischen Untermalung durch Manfred Pohlmann spricht dafür, dass praktiziertes Christentum in der Engerser Initiativgruppe einen Platz hat. Gerade in einer Zeit, in der die Demokratie hierzulande noch nie so von rechts bedroht wurde wie heute, ist es wichtig, für Frieden. Freiheit, Demokratie und Solidarität so einzutreten, wie die Engerser Gruppe das vorlebt.
Mein Appell an alle, die sich verantwortlich für diese Demokratie fühlen: Es sollte daher nicht nur wenigen Mitbürgerinnen und Mitbürgern überlassen werden, auf die Gefahren von Nationalismus, Vorurteilen, Antisemitismus und Rassismus eindringlich hinzuweisen. Im Bewusstsein der Menschen muss die Bedeutung des 8. Mai 1945 fest verankert sein, denn unsere heutige parlamentarische Demokratie wäre ohne die Befreiung vom nationalsozialistischen Terror niemals möglich gewesen, weshalb ich mich auch ausdrücklich bei Günther Salz, Helmut Gelhardt und allen anderen bedanken möchte, die diese nahegehende Gedenkveranstaltung organisiert haben.

