
• 350 Beschäftigte der Metall- und Elektroindustrie protestieren in Neuwied
Foto: Anna Feuerpeil
Neuwied – Mit einem Warnstreik haben am Mittwoch 350 Beschäftigte in Neuwied, aus fünf Betrieben, Druck gemacht für höhere Entgelte. Sie protestierten gegen ein zu geringes Angebot der Arbeitgeber bei den seit Mitte Oktober laufenden Tarifverhandlungen. „Der Preisdruck für die Beschäftigten ist hoch, das Verständnis der Arbeitgeber offenbar noch zu gering.“, sagte Markus Eulenbach, Geschäftsführer der IG Metall Neuwied.
Bei der Aktion der IG Metall beteiligten sich Beschäftigte der Betriebe ZF Aftermarket, AGO Stahlbau, BW Converting, Clarios und ZF Niederzissen. Um 11 Uhr startete der Warnstreik vor dem Werksgelände der ZF Aftermarket.
Die Warnstreikenden erwarten von den Verhandlungen, neben der Hauptforderung von 5% Lohnerhöhung über 12 Monate, auch eine Gewinnbeteiligung und Beschäftigungssicherung sowie eine soziale Komponente.

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„Die Beteiligung unserer Mitglieder am heutigen Warnstreik zeigt deutlich, dass unsere Forderung den Nerv der Beschäftigten trifft. Wir brauchen jetzt eine tabellenwirksame Erhöhung!“, so Markus Eulenbach. Besonderes Augenmerkt legte er in seinem Bericht aber auch auf die wirtschaftlichen Auswirkungen, die es sicherlich zu verbessern gilt. Diese Herausforderung kann Tarifpolitik alleine eben nicht lösen. Weitere Redner waren die Betriebsratsvorsitzenden Petra Konzer (ZF Aftermarket), Uwe Siebenmorgen (BW Converting, ehemals W+D) und Michael Quirmbach (ZF Niederzissen).

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Am kommenden Freitag findet die nächste Verhandlung mit dem Arbeitgeberverband statt. Alle Teilnehmer*innen beim heutigen Warnstreik waren sich einig, dass es bei keinem Verhandlungsfortschritt zu weiteren Warnstreiks kommen muss. Morgen findet noch ein Warnstreik der IG Metall Neuwied bei Eaton Industries in Gladbach statt.

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