
– Ausstellungsmesse im Netzwerk Kindeswohl
Foto (Stadt Koblenz/ Minka Bäumges)
Was braucht ein Kind, um in unserer heutigen Gesellschaft gesund aufzuwachsen? Dieser Frage stellten sich die Akteure des Netzwerkes Kindeswohl in der mittlerweile 17. Netzwerkkonferenz am 10. Juni 2026 im Koblenzer Rathaus. Bürgermeisterin Ulrike Mohrs eröffnete mit ihrem Grußwort dieses Netzwerktreffen von 170 Personen aus den Bereichen der Kinder- und Jugendhilfe, der Kindertagesbetreuung, der Schule, dem Gesundheitswesen und weiteren wichtigen Netzwerkpartnern in der Begleitung von Familien und Kindern. Das vom Jugendamt koordinierte Netzwerk Kindeswohl hatte geladen und die verschiedenen Berufsgruppen der Anwesenden zeigten, dass das sprichwörtlich nötige Dorf, das man zur Erziehung eines Kindes braucht, sich in Koblenz zu einer Verantwortungsgemeinschaft für das Kindeswohl zusammenfindet.
Im Hauptvortrag von Herrn PD Dr.med. Nüßlein, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin im Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein Kemperhof, wurde deutlich, wie sehr die Bewegung die soziale Komponente eines Lebens dominiert, Lebensqualität und Lebensalter bestimmt. Kinder ans Laufen bringen mit Erwachsenen als Vorbild, ohne Medienzeit, sondern mit der Möglichkeit, sich auszuprobieren und aus gemachten Fehlern zu lernen, um dann letztlich ein lebensbejahender und verantwortungsvoller Erwachsener zu sein. Seine Aussagen wurden untermauert von der sich anschließenden Gesundheitsmesse mit 22 Ausstellern. Dabei war die Vielfalt der Angebote für Koblenzer Kinder und ihre Familien kaum zählbar. Es ging von der Geburt bis in die Grundschule, von psychischen und körperlichen Erkrankungen und Beeinträchtigungen bei Kindern und bei Erwachsenen, von der Prävention bis hin zur Begleitung von lebensbegrenzt erkrankten Kindern. Die Messe gestaltete sich als wichtige Kontaktbörse und Austauschrunde im Netzwerk und half dabei die Maschen für Familien erneut enger zu weben.

Foto (Stadt Koblenz/ Minka Bäumges): Reger Austausch bei der Gesundheitsmesse im Rathaus.
Beendet wurde dieser informationsreiche Nachmittag mit einem Podiumsgespräch mit Frau Felthaus, der Grundschulleiterin der Regenbogengrundschule Lützel, und Herrn Dr. med. Chakupurakal, dem Leiter des Gesundheitsamtes Mayen-Koblenz. Sie stellten in ihrem Fazit klar: Kinder brauchen Eltern, die Zeit für sie haben, sich aber auch trauen, loszulassen. Und dabei nicht das Wichtigste vergessen: Kinder dürfen glücklich sein.
Die von den Koordinatorinnen Frau von Zabern und Frau Schmengler vorbereitete Veranstaltung war nur ein Baustein in der jährlichen Arbeit des Netzwerkes Kindeswohl. In diesem Jahr folgen z.B. noch der Infospot Kindesmissbrauch auf dem Zentralplatz am Diensta, 23. Juni, und die Beteiligung an der Woche der Seelischen Gesundheit im Oktober.

