Als Sozialdemokrat möchte ich zunächst meine Erleichterung darüber zum Ausdruck bringen, dass der Protest gegen die AfD auch in Ahrweiler stattgefunden hat. Überall, wo die AfD auftaucht, ist es die Pflicht von Demokratinnen und Demokraten, gegen dieses Sammelbecken alter und neuer Nazis offensiv Stellung zu beziehen und Flagge zu zeigen. Denn die Demokratie gilt es in diesen Zeiten zu verteidigen und zu beschützen. Ich halte das für die Pflicht aller Demokratinnen und Demokraten. Wer den blühenden Unsinn und die Hetze der AfD-Parteigänger zur Kenntnis nimmt wie auch jetzt wieder in Ahrweiler, der spürt sehr deutlich, wie abwegig und demokratiegefährdend diese Gruppierung ist.

Wenn der AfD-Funktionär Martin Kallweit die Dreistigkeit und Unverschämtheit besitzt, den großen Staatsmännern Helmut Schmidt und Willy Brandt zu unterstellen, heute ganz sicher Mitglied der AfD zu sein, muss dieser Aussage auf jeden Fall offensiv widersprochen werden. Ganz sicher hingegen ist, dass sowohl Willy Brandt als auch Helmut Schmidt heute mit Sicherheit in der ersten Reihe Front gegen die braunen Horden und Vereinfacher machen würden und zu denjenigen gehören würden, die mit auf die Straße gingen, wenn es gilt, den Widerstand gegen die AfD zu organisieren. Doch die AfD-Antidemokraten und -Faschisten müssen den Widerstand von Demokratinnen und Demokraten zur Kenntnis nehmen und sollten sich nicht so sicher fühlen. Denn je mehr Informationen durch unabhängige Medien, desto größer werden die Chancen, dass die demokratischen Parteien gestärkt aus den Wahlauseinandersetzungen dieses Jahres hervorgehen werden. "Nie wieder ist jetzt", das muss die Aussage sein, mit der Demokratinnen und Demokraten auf die Straße gehen und die AfD entlarven.