
Reggio-Weiterbildung an der VHS Neuwied abgeschlossen
Fotograf: Rolf Syassen
Die Reggio-Pädagogik aus der norditalienischen Stadt Reggio Emilia gilt international als wichtiger Impuls für die frühkindliche Bildung. Auch in Deutschland orientieren sich viele Kindertagesstätten an Elementen dieser Pädagogik, die das eigenständige Lernen der Kinder fördern soll. Jetzt haben auch sieben Neuwieder Erzieherinnen in der Volkshochschule Neuwied (VHS) „Die Brücke“ ihre Weiterbildung zur Fachkraft für eine Reggio-inspirierte Kultur des Lernens erfolgreich abgeschlossen. Zwei weitere Fachkräfte holen die Abschlussprüfung noch nach.
Im Mittelpunkt der Reggio-Pädagogik steht das Kind als aktiver Gestalter seines Lernens. Kinder entdecken ihre Umwelt eigenständig, stellen Fragen und entwickeln gemeinsam mit anderen Kindern und Erwachsenen Projekte. Die Aufgabe der pädagogischen Fachkräfte besteht darin, diese Lernprozesse aufmerksam zu begleiten und anzuregen. Eine wichtige Rolle spielen dabei die Gestaltung der Räume, vielfältige Materialien sowie die Dokumentation der Projekte und Entwicklungsschritte der Kinder. Auch die Beteiligung von Kindern, Eltern und Fachkräften sowie die transparente Darstellung der pädagogischen Arbeit sind zentrale Elemente des Ansatzes.
Die VHS führte die Weiterbildung gemeinsam mit den Referentinnen des „Netzwerk INCONTRO“ und dem Verein Dialog Reggio – Deutschland e.V. durch. Heide Marie Syassen, Betreiberin von „Netzwerk INCONTRO“ und ehemalige Kitaleiterin, steht seit 2015 regelmäßig im Programm der Volkshochschulen. Die modulare Fortbildung umfasste neun Module mit insgesamt 160 Seminarstunden, verteilt über neun Monate. Die VHS plant bereits die nächste Weiterbildung zur Fachkraft für eine Reggio-inspirierte Kultur des Lernens, die im September 2026 starten soll.

Zertifikatsübergabe (von rechts): Leiterin städtischer Kitas Anke Dierdorf, Kursleiterin Heide Marie Syassen (Netzwerk INCONTRO), Fachbereichsleiter Hagen Peters, VHS-Leiterin Jutta Günther und Neuwieds Bürgermeister Peter Jung mit den nun erfolgreich weitergebildeten Erziehenden. Fotograf: Rolf Syassen

