
Bild: Manfred Kerber
Mit einer einstündigen Mahnwache erinnerten Mitglieder der Neuwieder-Gruppe der Internationalen Menschenrechtsorganisation Amnesty International am 20.6. , dem Internationalen Tag der Flüchtlinge, an die vielen Binnenflüchtlinge und andere Geflüchteten weltweit.
In Artikel 14 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte
steht, dass jeder das Recht hat, in anderen Ländern vor Verfolgung Asyl zu suchen.
Aber auch im eigenen Land müssen Menschen Hilfe bekommen, wenn sie Schutz vor Verfolgung suchen.
Binnenflüchtlinge haben ihr Heimatland nicht verlassen, sondern suchen innerhalb ihrer eigenen Landesgrenzen Schutz.
Niemand flieht freiwillig, sie fliehen vor Hunger, Krieg und Verfolgung. Sie haben oft keinen rechtlichen oder physischen Schutz.
Sie machen fast 2/3 der weltweit 117,8 Millionen Menschen auf der Flucht aus.
Sie sind auf humanitäre Hilfe angewiesen und brauchen Trinken, Essen, ein Zuhause, Heimat und Freunde, Bildung, Arbeit und Gesundheitsversorgung. Sie benötigen Hilfe für die Beendigung der Konflikte.
Manfred Kirsch und Uwe Krämer wiesen daraufhin, dass die Lage der Binnenflüchtlinge, aber auch die Lage von allen anderen Geflüchteten weltweit sehr problematisch sei.

Bild: Manfred Kerber
Weltweit gibt es 68,7 Millonen Binnenflüchtlinge. Wie in Sudan, Kolumbien, Syrien und Jemen.
Bei den Flüchtlingen, die nach Europa wollen, soll das europäische Asylsystem GEAS, Anpassungssystem, die Migration steuern und ordnen.
Laut Amnesty führt es zu Abschottung an den EU Außengrenzen
und einer umfassenden Inhaftierung nahezu aller
Schutzsuchenden.
Amnesty Neuwied wies daraufhin, dass nach ihrer Meinung durch die europäische Union das GEAS ihre eigenen Werte abschiebe und Menschenrechtspolitisch unglaubwürdig werde.
Flüchtlinge, die in die Nachbarstaaten fliehen, um Schutz vor Krieg und Verfolgung zu bekommen, finden nur Aufnahme in Lagern und benötigen dringend humanitäre Hilfe, sowie Hilfe bei der Beendigung der militärischen Konflikte.
Das Recht auf Asyl im eigenen Land, als auch in anderen Ländern, ist ein hohes Gut, so Inge Rockenfeller, dem aber die Realität der Missachtung dieses Rechts gegenübersteht.
Amnesty International weist daraufhin, dass dieses Grundrecht unbedingt eingehalten werden soll!
Manfred Kirsch und Inge Rockenfeller

