L 260 diesen Winter nur einspurig befahrbar

Neuwied-Oberbieber. Die Friedrich-Rech-Straße (L 260) wird wegen einer Baustelle mindestens ein halbes Jahr lang nur einspurig befahrbar sein. Unter dem Hermesplatz in Niederbieber errichten die Servicebetriebe Neuwied (SBN) ein Rückhaltebecken und müssen eine Fahrspur als Abstellfläche nutzen. Im Herbst beginnen die Arbeiten. Der Verkehr wird in dieser Zeit durch eine Baustellenampel geregelt.

Ein Rückhaltebecken ist notwendig, weil das Risiko überlaufender Kanäle zu hoch ist. Bei stärkeren Regenfällen wäre die Kanalisation in der Friedrich-Rech-Straße überlastet. Das hat die aktualisierte hydraulische Berechnung ergeben.

Die erste Planung sah vor, eine Sperrung zu vermeiden – das hätte allerdings die Fällung von drei weiteren Bäumen bedeutet. In Abstimmung mit der Stadtverwaltung werden die vorübergehende Sperrung sowie Mehrkosten in niedriger sechsstelliger Höhe in Kauf genommen, um drei von elf Bäumen auf der Mittelinsel des Hermesplatzes zu erhalten. Die Naturdenkmäler um den Platz werden nicht gefährdet.

Die Planungen erfolgten in enger Abstimmung mit der Stadtverwaltung und der Unteren Naturschutzbehörde. Auch die Ortsvorsteherin und der Ortsbeirat Oberbieber sind seit Mai 2025 laufend über den Planungsfortschritt informiert worden. Anlieger haben bereits intensiv die Gelegenheit genutzt, mit den Projektverantwortlichen in den Austausch zu gehen, und zeigen großes Interesse an der künftigen Gestaltung des Hermesplatzes durch das Stadtbauamt.

Die Buslinie 62 und die Schülerlinien in Richtung Oberbieber, Märkerwaldstraße und Neuwied können während der Bauarbeiten den Buswendeplatz Hermesplatz nicht nutzen, sodass der Halt entfällt. Eine Ersatzhaltestelle ist bei der Ecke Wiesenstraße / Friedrich-Rech-Straße vorgesehen. Für die Bewohnerinnen und Angestellten der Senioreneinrichtung werden die Servicebetriebe Fahrten mit dem Bürgerbus-Achtsitzer anbieten.