
Meisterbrief zählte und zählt etwas
Foto-Quelle: Michael Jordan
HwK-Feier für runde Meistergeburtstage: 183 Auszeichnungen für Meisterehren der Jahre 1956, 1961, 1966 und 1976 überreicht
Koblenz/NÖRDLICHES RHEINLAND-PFALZ. Noch nie rückte zu einer solchen Ehrung der Meistersachverstand gleich 183-fach bei der Handwerkskammer (HwK) Koblenz ein, noch nie kamen fast 10.000 Jahre Meisterschaft zusammen und HwK-Präsident Kurt Krautscheid fasste es bei seiner Begrüßung zur großen Feier für die runden Meisterjubiläen ganz treffend zusammen: „Jeder Einzelne unter Ihnen bringt eine ganz individuelle Geschichte mit, in der der Meistertitel eine zentrale Rolle spielt.
Das verbindet uns über 41 Berufe und sieben Jahrzehnte handwerkliche Meisterschaft hinweg! Sie können stolz auf Ihr Lebenswerk sein und wir wollen das heute angemessen feiern!“

Impressionen der Veranstaltung im Zentrum für Ernährung und Gesundheit, zu der über zwei Tage verteilt 450 Gäste kamen, um die Jubiläumsmeister zu feiern. /. Foto-Quelle: Michael Jordan
Die 183 Jubilare hatten ihre Familienangehörigen mitgebracht und erlebten im festlichen Ambiente eine durchaus würdige Ehrung ihrer Meisterverdienste, die vor 50, 60, 65 oder sogar 70 Jahren erreicht wurden. Im Rahmen einer kurzweiligen und unterhaltsamen Veranstaltung, moderiert durch HwK-Hauptgeschäftsführer Ralf Hellrich, überreichte Kurt Krautscheid jedem einzelnen Meisterjubilar die Urkunden. Der älteste Meisterjubilar zählte stolze 97 Jahre und ist seit 1961 Schlossermeister. Ein weiteres Highlight der Veranstaltung war die Teilnahme von vier Platin-Meistern. Auch das hat es in der Geschichte der Handwerkskammer noch nie gegeben, denn gleich zwei Bäcker, ein Fleischer und ein Betonstein- und Terrazzohersteller erhielten ihre Ehrungen für ein jeweils 70-jähriges Meisterjubiläum.
Auf Ereignisse der damaligen Zeit ging Kurt Krautscheid bei einem Rückblick ein und griff besondere Ereignisse jener Jahre auf. Das reichte von der „großen Weltpolitik“ bis hin zu handwerksrelevanten Vorgängen, so der vergleichbaren Altmeisterfeier vor 60 Jahren, die 50 Teilnehmer zählte. „Vieles hat sich seitdem verändert und wir freuen uns über den starken Zuspruch. Die Feier bietet für uns auch die Möglichkeit, Ihr berufliches Lebenswerk zu würdigen und Ihre Leistungen ins Rampenlicht zu stellen“, so Krautscheid, der sich traditionell bei der Urkundenübergabe viel Zeit für Gespräche mit den Geehrten nimmt. Deren Werdegang griff auch ein Kurzfilm auf, der exemplarisch zwei Jubilare vorstellte: den 83-jährigen Schmiede- und Kfz-Mechanikermeister Friedhelm Adorf aus Heupelzen im Kreis Altenkirchen – nicht nur Handwerker, sondern als Sportler auch mehrfacher Welt- und Europameister in seiner Altersklasse – sowie Wilhelm Friedolin Birk, 88-jähriger Uhrenmacher- und Augenoptikermeister aus Simmern im Hunsrück, der immer noch für seine Kunden im 1969 gegründeten Familienunternehmen da ist.
Mit seiner musikalischen Einlage bereicherte Martin Klein am Flügel die Veranstaltung.
Fotos von der Altmeisterfeier sind ab November im Internet eingestellt: www.hwk-koblenz.de/fotos

Die Auszeichnung mit den Goldenen, Diamantenen, Eisernen oder Platin-Meisterbriefen ist HwK-Präsident Kurt Krautscheid ein Herzensanliegen und er nimmt sich traditionell viel Zeit für die Glückwünsche und den persönlichen Austausch mit den Meisterjubilaren. / Foto-Quelle: Michael Jordan

