
Landkreis Neuwied, Stadt Neuwied und Westerwaldkreis setzen Kooperationsvertrag mit Hochschule Koblenz fort
Foto: Martin Boden / Kreisverwaltung Neuwied
Region. Wichtige Weichen für eine erfolgversprechende Wirtschaftsentwicklung wurden jetzt im Neuwieder Kreishaus gestellt: Nach Abschluss der Machbarkeitsprüfung haben der Landkreis, die Stadt Neuwied und der Westerwaldkreis gemeinsam mit der Hochschule Koblenz die Fortführung der Zusammenarbeit zum Aufbau eines Kompetenzzentrums für Künstliche Intelligenz und Robotik beschlossen. Schon der Name des Schauplatzes war zielführendes Vorzeichen: In dem, nach dem berühmten Neuwieder Entdecker benannten, Max-zu-Wied Saal des Kreishauses unterzeichneten die Landräte Achim Hallerbach und Achim Schwickert sowie der Oberbürgermeister der Stadt Neuwied, Jan Einig, im Beisein ihrer Wirtschaftsförderungen nun den Kooperationsvertrag mit der Hochschule Koblenz zur Positionierung der Region in den Bereichen Künstliche Intelligenz und Robotik.
Für die Hochschule unterschrieb Präsident Prof. Dr. Karl Stoffel den Vertrag, in dem die Erstellung eines Förderantrages beim Land Rheinland-Pfalz sowie die Betreuung von, dem Thema „Robotik“ zuzuordnenden, Anfragen von Unternehmen aus der Region und die Verortung in Neuwied fixiert ist. Vier Unterschriften mit der Botschaft: Im Sinne der Zukunftssicherung steht die Region im Rennen um die Wettbewerbsfähigkeit bei den Themen Künstliche Intelligenz und Robotik in der Poleposition. Für die Hochschule waren neben Präsident Stoffel die Fachexperten dabei: Prof. Thomas Schnick, Dekan Fachbereich Ingenieurwesen Maschinenbau und Prof. Sergej Sizov, Fachbereich Ingenieurwesen, Lehrgebiet Künstliche Intelligenz/Machine Learning.
„Im Sinne unseres famosen Entdeckers Max zu Wied herrschte echte Aufbruchsstimmung: Wie betreten mit der Expertise der Hochschule Koblenz neue Pfade und sind überzeugt: Robotik und Künstliche Intelligenz verschaffen unserer Region erfolgsversprechende und nachhaltige Zukunftsperspektiven.

Unterzeichnung des Kooperationsvertrages im Max zur Wied Saal (v.l.n.r.) Landrat Achim Schwickert, Luca Veronese, Prof. Sergej Sizov, Landrat Achim Hallerbach, Katharina Schlag, Prof. Karl Stoffel, Prof. Thomas Schnick, Jörg Hohenadl, Oberbürgermeister Jan Einig, Alexandra Rünz. Foto: Martin Boden / Kreisverwaltung Neuwied
Dabei möchten wir proaktiv Handlungskompetenz wahrnehmen. Ein kleiner Schritt für uns, ein großer Schritt für unsere Region“, freuten sich unisono Landrat Achim Hallerbach, Oberbürgermeister Jan Einig und der Landrat des Westerwaldkreises Achim Schwickert.
Erklärtes Ziel des gemeinsamen Vorhabens ist es, das innovative Potential der Region zu nutzen, um die prosperierenden Unternehmen im wirtschaftsstarken Norden von Rheinland-Pfalz über KI und Robotik noch besser im Wettbewerb zu positionieren. „In diesem Sinne soll die Automatisierung in Unternehmen gestärkt und unterstützt werden. Hintergrund dafür ist auch unser Bestreben, Firmen in der Region zu halten und bestenfalls sogar neue anzusiedeln. Dazu gilt es zunächst, die entsprechenden Bedarfe unserer Betriebe abzuklären“, ergänzen die Wirtschaftsförderungen. Zum avisierten Maßnahmenkatalog zählen zudem die Förderung direkter Anwendungsfälle, über die regionale Unternehmen vorangebracht werden sollen und die Beschaffung von Robotik-Systemen für Entwicklungsprojekte direkt vor Ort. Die Vorgabe ist eindeutig: Effizienter arbeiten, Kosten senken, neues Wachstum schaffen.
„Ganz generell zeugt es von Weitsicht, die Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft zu optimieren. Somit schaffen wir eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten. Die Stärke des Nordens unseres Bundeslandes wird sich durch den regionalen Bezug - auch der Studierenden und damit zukünftigen Fachkräfte - noch wirkungsvoller entfalten können“, sind auch die drei Professoren der Koblenzer Hochschule von dem Kooperationsprojekt überzeugt.
Zusammen mit den Wirtschaftsförderungen arbeiten der Kreis und Stadt Neuwied seit über zwei Jahren gemeinsam mit der Hochschule Koblenz und, nun neu hinzugekommen, dem Westerwaldkreis intensiv an den Zukunftsthemen „KI und Robotik“. Zu den Inhalten zählen auch die Schaffung praxisnaher Aus- und Weiterbildungsangebote in der Region und die Entwicklung einer regionalen Testumgebung für KI-gestützte Robotik.
Um diesen Weg erfolgreich auszugestalten, beantragt die Hochschule Koblenz nun stellvertretend für alle Kooperationspartner Mittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Damit ist im Erfolgsfall ein Finanzierungsanteil von 40 Prozent des insgesamt 1,5 Millionen Euro umfassenden Zukunftsprojekts gesichert. Das positive Fördermittel-Signal aus Mainz vorausgesetzt, wird es gemeinsam mit allen Partnern unmittelbar im Anschluss an die Entscheidung an die Umsetzung des Projekts gehen. Parallel erfolgt die Sicherstellung personeller und finanzieller Ressourcen.
„Wir investieren mutig in Zukunftstechnologie, stärken die regionale Wertschöpfung und sichern gemeinsam mit Politik, Verwaltung, Hochschule und Wirtschaft Arbeitsplätze. Grundsätzlich stehen wir an der Seite unserer Unternehmen und schaffen echte Perspektiven vor Ort“, setzen die Verantwortlichen auf eine breitgestreute positive Wirkung.

