Am 29.8.2026 fand nach einer kreativen Pause die nächste Demo von Pulse of Europe Neuwied am Luisenplatz in der Langendorferstr. Statt. Ca. 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmern hatten sich eingefunden. Gleich zwei Themen hatte das Organisationsteam vorbereitet. 

In das Thema "Erwartungen an Europa" führte Michael Herberts mit einem Statement ein. Wichtige Strukturreformen der EU stünden schon lange an, denn die Entscheidungswege seien nach wie vor zäh und langwierig. Von zentraler Bedeutung sei die Umsetzung von Mehrheitsentscheidungen. Ziel der Entwicklung müssten aber die Vereinigten Staaten von Europa sein, denn nur gemeinsam könne die Union den Begehrlichkeiten und Anfeindungen der Großmächte wiederstehen.

 Zwei weitere Akzente schlossen sich an. Alona Berezovska, zweite Vorsitzende der "Ukrainian Community Koblenz e.V.", sprach sehr authentisch von ihren eigenen Erfahrungen als Migrantin aus der Ukraine und machte deutlich, welchen Wert und welche Hoffnungen ihre Landsleute einem EU - Beitritt beimessen. Sie sprach eindringlich die Gefahr der hybriden Kriegsführung Russlands gegenüber der Ukraine und gegenüber der Europäischen Union an.  
Emily Langer, ehemalige Pressesoldatin bei der Bundeswehr, sprach im Anschluss von ihren Auslandserfahrungen. In Pakistan hat sie den großen Zuspruch der Menschen zur Europäischen Gemeinschaft erlebt. Die Menschen schätzten den europäischen Einfluss und die wichtige Arbeit der EU-Delegation sowie der Europäischen Kommission, die unter anderem bei verheerenden Naturkatastrophen unverzichtbare Nothilfe leisteten. Diesen Zuspruch vermisse sie häufig bei einigen europäischen Mitgliedsländer, die sich leider in Egoismen verstricken.

Foto: Hans-Peter Etzold

Zweiter Themenschwerpunkt der Veranstaltung war der aktuelle Blick auf die Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern im kommenden September. Christof Nitsche und Peter Schwarz gingen auf das AfD Wahlprogramm in Sachsen-Anhalt und die politisch - gesellschaftlichen Konsequenzen einer rechtsextremen Politik für ganz Deutschland ein. Ein AfD - Verbot stand im Mittelpunkt der Forderungen an die Politik. Ein Schulterschluss zwischen Politik und Zivilgesellschaft sei dringend erforderlich um unsere freiheitliche Demokratie zu verteidigen. Das Schweigen der Mehrheit, das noch vor zwei Jahren im Rahmen der großen Demonstrationen gegen die Remigrationspläne der AfD gebrochen werden konnte, muss jetzt dringend wieder ein Ende haben. Alle, die den Faschismus verhindern wollen, sind aufgerufen aktiv zu werden, zum Beispiel bei den kommenden Veranstaltungen von Pulse of Europe und dem Neuwieder Bündnis für Demokratie und Toleranz. Peter Schwarz lud herzlich zur Mitarbeit ein.

Im Oktober wird es im Rahmen der nächsten Demo eine Nachschau zu den Landtagswahlen und einen Vorausblick auf die Zwischenwahlen in den USA geben.