Anmeldung bis 9. August bei Handwerkskammer Koblenz / Teilnehmer müssen Gesellenprüfung zwischen Winter 2025 und Sommer 2026 mindestens mit „gut“ absolviert haben
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KOBLENZ. Seit 75 Jahren stellt die „Deutsche Meisterschaft im Handwerk – German Craft Skills“ (DMH) das Können der nächsten Fachkräftegeneration ins Rampenlicht. Von A wie Augenoptiker bis Z wie Zimmerer präsentieren mehr als 3.000 Junghandwerker aus mehr als 130 Handwerksberufen ihre Fertigkeiten, die sie in der Ausbildung entwickelt haben. Ab August kämpfen sie sich in vielen Gewerken von regionalen über landesweite Wettbewerbe bis zum bundesweiten Finale vor. In einigen Berufen wird das Prüfungsstück ihrer Ausbildung als Wettbewerbsbeitrag neu bewertet. 

„Die Teilnahme macht sich nicht nur gut im Lebenslauf, sondern bringt viele weitere Vorteile und Chancen mit sich“, erklärt Ralf Hellrich, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer (HwK) Koblenz. In vielen Gewerken gibt es bis zu 700 Euro Preisgeld, wenn die Nachwuchskräfte auf Kammer- und Landesebene sowie im deutschlandweiten Vergleich den ersten Platz belegen. Die Fahrtkosten zu den Wettbewerben und die Verpflegung am Wettbewerbstag werden übernommen. Für Teilnehmer, die ihre Fähigkeiten durch eine Arbeitsprobe nachweisen, gibt es ein Taschengeld. 

Der Landessieg bei der Deutschen Meisterschaft im Handwerk 2025 führte Beton- und Stahlbetonbauer Kilian Waldorf aus Faid im Kammerbezirk der Handwerkskammer Koblenz zum Bundesentscheid nach Feuchtwangen. Anschließend bewarb er sich erfolgreich um ein Weiterbildungsstipendium und macht momentan den Meister.

Für einige Talente geht es sogar noch weiter: Sie werden von den Nationalteams zum Training eingeladen, mit der Aussicht, Deutschland bei der Europameisterschaft EuroSkills 2027 in Düsseldorf oder der Weltmeisterschaft WorldSkills 2028 in Japan auf internationaler Bühne zu vertreten. Darüber hinaus eröffnet eine Platzierung in einem überregionalen Wettbewerb die Chance auf ein Weiterbildungsstipendium. So war es bei Kilian Waldorf aus Faid. Nach seinem Landessieg im vergangenen Jahr bewarb sich der Beton- und Stahlbetonbauer erfolgreich um ein Stipendium. Den theoretischen Teil der Meisterausbildung hat der 22-Jährige bereits abgeschlossen, in Kürze beginnt der praktische Teil. Mit dem Meisterbrief will er sich möglichst früh und auf höchstem Niveau weiterbilden, um sich beste berufliche Perspektiven zu sichern. Im Rückblick auf die Meisterschaft berichtet er: „Wer die Möglichkeit hat, sollte auf jeden Fall mitmachen. Man lernt viele Menschen mit den gleichen Interessen kennen und sammelt wertvolle Erfahrungen, die den beruflichen wie persönlichen Horizont erweitern.“
Junghandwerker aus dem Kammerbezirk können ihre Bewerbung für die Teilnahme an der DMH noch bis 9. August bei der HwK Koblenz einreichen. Nach Ablauf der Frist können interessierte Nachzügler sich bei der HwK informieren, ob eine verspätete Anmeldung in ihrem Gewerk möglich ist. Angesprochen sind alle Nachwuchshandwerker, die ihre Abschlussprüfung in der Zeit vom Winter 2025 bis Sommer 2026 mit mindestens der Note „gut“ abgelegt haben und zum Zeitpunkt der Prüfung nicht älter als 27 Jahre waren.
Die HwK Koblenz fungiert 2026 als Landesleitstelle und ist für die reibungslose Organisation in Rheinland-Pfalz verantwortlich. Bei Fragen zum Ablauf oder zu den Formularen steht Theresa Just von der HwK Koblenz zur Verfügung unter 0261 398-421 oder theresa.just@hwk-koblenz.de.
Informationen und Anmeldedetails auch unter www.hwk-koblenz.de/dmh