09.09.2026 PD-Nr. 204-2026
KREIS MYK. Das Shamonda-Virus (SHAV) ist inzwischen in mehreren Regionen Deutschlands nachgewiesen worden. Auch im Landkreis Mayen-Koblenz gibt es Nachweise bei Rindern. Empfänglich für das Virus, das von Insekten übertragen wird, sind jedoch verschiedene weitere Tierarten, darunter Pferde, Schafe, Ziegen und Kameliden, wie zum Beispiel Lamas und Alpakas. Das Veterinäramt der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz informiert Tierhalter daher über die aktuelle Situation und empfiehlt Schutzmaßnahmen.
Anfang August 2026 wurde das Virus in Deutschland erstmals bei Rindern festgestellt. Inzwischen liegen Nachweise aus mehreren Regionen vor. Bei einem am 31. August 2026 verstorbenen Pferd aus Rheinland-Pfalz wurde das Virus ebenfalls nachgewiesen. Das Tier hatte zuvor neurologische Störungen gezeigt. Auch bei einem Alpaka wurde eine Infektion festgestellt; das Tier erholte sich wieder. Weitere Nachweise liegen bei Schafen und Ziegen vor. Die Bedeutung der Infektion und mögliche Krankheitsverläufe bei den verschiedenen Tierarten sind sehr unterschiedlich und werden derzeit weiter untersucht.
Das Shamonda-Virus wird durch blutsaugende Gnitzen übertragen. Eine vollständige Vermeidung der Infektion ist daher derzeit nicht möglich. Nach aktuellem Kenntnisstand besteht kein relevantes Infektionsrisiko für den Menschen.
Tierhalter können das Infektionsrisiko durch einen möglichst konsequenten Schutz vor Gnitzen reduzieren. Empfohlen werden unter anderem geeignete Repellentien, das Vermeiden von Gnitzen-reichen Bereichen, saubere Tränken und möglichst der Aufenthalt der Tiere während der stärksten Gnitzenaktivität (Dämmerung und Nacht) im Stall. Auch Fliegen- und Ekzemerdecken, Fliegenmasken sowie Insektenschutzgitter können je nach Tierart und Haltung sinnvoll sein.
Die Nutztierhalter im Zuständigkeitsbereich des Veterinäramts der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz wurden bereits per E-Mail durch einen Newsletter über die häufigsten Symptome und Verlaufsformen der Erkrankung bei den jeweiligen Tierarten informiert und sind dazu angehalten, bei Verdacht auf das Virus umgehend eine Tierärztin oder ein Tierarzt zu kontaktieren.
Das Veterinäramt beobachtet die weitere Entwicklung und bewertet die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse fortlaufend. Für Rückfragen ans Veterinäramt steht Nina Friese unter Tel. 0261/108-705 zur Verfügung. Schriftliche Anfragen können per E-Mail an das Postfach Veterinaerdienst@kvmyk.de gerichtet werden.
