
8. Fachtag der städtischen Neuwieder Kitas nimmt Kinderschutz in den Fokus
(Foto: Lena Dielmann) - Dass Kinderschutz im Alltag von Kita-Fachkräften eine bedeutende Rolle spielt, dürfte niemanden überraschen. Doch welche verschiedenen Facetten gehören zum Kinderschutz eigentlich dazu und wie lässt er sich im stressigen Kita-Alltag bestmöglich gewährleisten? Darüber haben sich rund 200 Erzieherinnen und Erzieher der städtischen Neuwieder Kitas, Kita-Leitungen, Hauswirtschaftskräfte, Kita-Sozialarbeiterinnen und die „InsoFa“ (Insoweit erfahrene Fachkraft) der Stadt Neuwied beim 8. pädagogischen Fachtag in Vallendar ausgetauscht.

Beim Fachtag der städtischen Kindertagesstätten wurden neun Neuwieder Kitas im Rahmen des an der Hochschule Koblenz entwickelten QiD-Programms für ihre erfolgreiche Qualitätsentwicklung folgezertifiziert. Foto: Lena Dielmann
Nach herzlichen Begrüßungsworten von Jugendamtsleiter Bernhard Fuchs und einem kurzen Überblick über die aktuelle Situation in den städtischen Kitas leitete Lena Dielmann, Fachberaterin für die städtischen Kitas, durch ein abwechslungsreiches Tagesprogramm, das in Zusammenarbeit mit dem Institut für Bildung, Erziehung und Betreuung in der Kindheit (IBEB) der Hochschule Koblenz konzipiert wurde. Theoretischen Input erhielten die Teilnehmenden bei zwei Fachvorträgen – wobei die praktische Anwendung im Alltag stets mitgedacht wurde. In einem individuell abgestimmten Videobeitrag referierte Prof. Dr. Jörg Maywald zum Thema „Kita als sicherer Ort“ – im Anschluss wurde der Vortrag fachlich kommentiert und im Plenum zur Diskussion gestellt. Dr. Andy Schieler vom IBEB würdigte zudem die erfolgreiche Folgezertifizierung von neun städtischen Kitas im Rahmen des Programms QiD (Qualitätsentwicklung im Diskurs).
Auf die Theorie folgte ein intensiver Praxisaustausch im Rahmen eines „Markts der Möglichkeiten“, auf welchem alle Einrichtungen jeweils einen Aspekt des Themas „Kinderschutz im Alltag leben“ vorstellten. Dabei ging es unter anderem um Prävention, den Umgang mit herausforderndem Verhalten aber auch um Selbstfürsorge und Achtsamkeit für Kita-Fachkräfte. Zum Abschluss hielt die Erziehungswissenschaftlerin Dr. Ute Hartmann einen zusammenfassenden Impulsvortrag. Dabei wurde deutlich, dass gelebter Kinderschutz kein einmaliges Projekt ist, sondern ein kontinuierlicher Prozess, mit welchem sich alle Beteiligten immer wieder aufs Neue auseinandersetzen müssen.


