
Von Andreas Kossmann (Text und Photo)
Feldkirchen/Leutesdorf. Wo zwei oder drei oder manchmal auch über 30 in Martins Namen versammelt sind, da sind am Mittelrhein häufig die Martinspilger unterwegs.
Am 31. Oktober machten sich so rund 40 Pilgerinnen und Pilger bei trockenem Herbstwetter auf den Weg. Die zum Reformationstag ökumenisch geführte Wanderung stand dabei unter dem Leitgedanken „Aufstehen für Gerechtigkeit – wie Martin von Tours, Martin Luther und Martin Luther King“.
Die etwa 10 Kilometer lange Strecke führte die Teilnehmenden von der Gerichtslinde an der Feldkirche bis zur Jugendherberge in Leutesdorf. Begleitet wurde die Tour von inspirierenden Impulsen zu Beginn und unterwegs, die zum Nachdenken und Innehalten anregten.
Dabei stand das Leben und Wirken der drei Namensgeber im Fokus, die trotz unterschiedlicher Epochen und Herausforderungen den Mut hatten, für Mitmenschen und Gerechtigkeit einzustehen.
Peter Zwick begleitete die Gemeinschaft auf der Gitarre, was die spirituelle Atmosphäre der Wanderung unterstrich. Nach der Pilgerwanderung fand die Veranstaltung in der Jugendherberge Leutesdorf einen harmonischen Ausklang, bei dem sich die Teilnehmenden bei Kaffee und Kuchen stärken konnten. Ein besonderer Dank gilt auch Gabi Rieger, die von evangelischer Seite die Pilgerinitiative „Martinsweg am Mittelrhein“ mit ihren Impulsen unterstützte.
Die Verantwortlichen zeigten sich begeistert von der großen Resonanz und dem friedvollen Miteinander. Die Pilgerinnen und Pilger kehrten mit vielen neuen Eindrücken und der Ermutigung nach Hause zurück, im Alltag wachsam zu sein, wo immer Menschen Schutz und Frieden brauchen.

(Foto: Kossmann):Letzte Station vor der Jugendherberge war die Kirche St. Laurentius in Leutesdorf.

