
Untere Wasserbehörde ruft zum Schutz von Bächen und Flüssen auf und gibt Hinweise für rücksichtsvolles Verhalten
06.08.2026. PD-Nr. 165-2026.
KREIS MYK. Die anhaltende Trockenheit und die hohen Temperaturen setzen den Gewässern im Landkreis Mayen-Koblenz zunehmend zu. Während Rhein und Mosel derzeit außergewöhnlich niedrige Wasserstände aufweisen, führen auch kleinere Flüsse und Bäche wie Nette, Elzbach, Saynbach sowie deren Zuflüsse deutlich weniger Wasser als gewöhnlich. Mit wenigen einfachen Maßnahmen kann jeder dazu beitragen, die Belastung der heimischen Gewässer zu verringern. Darauf weist die Untere Wasserbehörde der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz.
Es wird empfohlen, sparsam mit Trinkwasser umzugehen, derzeit kein Wasser aus Bächen und Flüssen zu entnehmen und Gewässer möglichst nicht zu betreten. Auch Uferbereiche sollten geschont werden, damit Fische, Amphibien und andere Wasserlebewesen ausreichend Rückzugsräume behalten. Bereits wenige einfache Verhaltensweisen können helfen, die Auswirkungen der anhaltenden Trockenheit auf die Natur zu verringern. Unabhängig davon bleibt die Wasserentnahme mit Motorpumpen ohne wasserrechtliche Erlaubnis unzulässig.

Die anhaltende Trockenheit und die hohen Temperaturen führen derzeit auch an kleineren Flüssen und Bächen im Landkreis Mayen-Koblenz zu deutlich niedrigeren Wasserständen. Foto: Kreisverwaltung MYK/ Leyendecker
Die niedrigen Wasserstände und die intensive Sonneneinstrahlung führen dazu, dass sich die Gewässer stark erwärmen. Mit steigenden Wassertemperaturen sinkt gleichzeitig der Sauerstoffgehalt im Wasser. Für Fische, Muscheln, Insektenlarven und viele weitere Wasserlebewesen bedeutet dies eine erhebliche Belastung. Gleichzeitig stehen aufgrund der geringen Wassermengen weniger Rückzugsräume zur Verfügung, wodurch die Tiere zusätzlich unter Hitzestress geraten.
Auch für viele Menschen sind Flüsse und Bäche gerade im Sommer beliebte Orte zur Erholung. Um die empfindlichen Lebensräume zu schützen, bittet die Untere Wasserbehörde der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz jedoch um besondere Rücksicht. Bereits das Durchwaten flacher Gewässer oder das Betreten sensibler Uferbereiche kann Sedimente aufwirbeln, Rückzugsräume zerstören und die ohnehin geschwächten Wasserlebewesen zusätzlich belasten.
Weitere Informationen zur aktuellen Niedrigwassersituation und zu den Auswirkungen der Hitze auf die Gewässer stellt das Landesamt für Umwelt Rheinland-Pfalz unter lfu.rlp.de zur Verfügung.

