Hinweis auf den Fachtag am 19. September
Der Neuwieder Arbeitskreis Palästina schließt sich der Friedensinitiative "Jerusalem Voice for Justice" an. Diese warnt mit einem Appell vor einer Gewöhnung an das Leid in Gaza und vor einer Eskalation der Lage im Westjordanland. Die Unterzeichner – darunter der emeritierte lateinische Patriarch von Jerusalem, Michel Sabbah, der emeritierte lutherische Bischof Munib Younan und der griechisch-orthodoxe Erzbischof Atallah Hanna – rufen Kirchen, politische Entscheidungsträger und die internationale Öffentlichkeit zum Handeln auf.
Das Geschehen in Gaza dürfe nicht nur eine bloße Nachricht bleiben, heißt es in dem Appell. Die Unterzeichner fordern ein Ende von Tötung, Zerstörung und Hunger, den Schutz der Zivilbevölkerung und ungehinderten Zugang zu humanitärer Hilfe. Jedes menschliche Leben sei heilig; Frieden könne nicht auf den Ruinen eines Volkes entstehen. Voraussetzung für einen gerechten Frieden sei Gleichheit für alle Menschen im Land.
Auch im Westjordanland einschließlich Ostjerusalem sehen die Unterzeichner eine wachsende Gefahr. Sie kritisieren Siedlungsausbau, Gewalt, Checkpoints und Bewegungseinschränkungen. Außerdem missbilligen sie erschwerten Zugang zu Arbeit, Gesundheitsversorgung und zu den heiligen Stätten. Die Autoren warnen vor einer zunehmenden Auswanderung palästinensischer Christen. Christen und Muslime seien ein Volk und müssten ihre Zukunft gemeinsam auf Grundlage gleicher Rechte, Menschenwürde und gegenseitigen Respekts gestalten.
Am Samstag, dem 19. September, findet im Evangelischen Gemeindezentrum Engers ein vom Arbeitskreis Palästina organisierter Fachtag zur aktuellen Situation im Westjordanland statt. Es wird überlegt, wie von Deutschland aus die Menschen vor Ort unterstützt werden können. Aus erster Hand berichten Palästinenserinnen und Palästinenser über ihre Erfahrungen. Anmeldungen werden bis zum 4. September erbeten bei Inke Thiesen-Hart: inketh@posteo.de
