
(Foto: b.freisberger) - Beim Offenen Kanal (OK) Neuwied haben neue Gesichter das Ruder übernommen. Gleich vier von fünf Positionen wurden bei der letzten Mitgliederversammlung neu besetzt. Geblieben ist Andreas Fischer, der als Vorsitzender weiterhin als „guter Geist“ des Vereins gilt, aber zukünftig auf eine große Unterstützung bauen kann.
Wolfgang Steinmetz hat als sein Stellvertreter die Technikseite übernommen. Gerd Finkemeier, vielen als früherer Chef der Kleinkunstbühne bekannt, betreut neben den Finanzen auch zwei neue Sendeformate. Und Beate Freisberger und Claudius Habbich sprühen als Beisitzer nur so vor neuen Ideen, wie der OK noch bekannter werden und mehr interessante Sendungen gestalten kann.
Was viele nicht wissen: Neuwied hat in der Heddesdorfer Straße, auf der Rückseite der Volkshochschule, ein komplett eingerichtetes TV-Sendestudio. Mit professionellen Kameras, zwei Schnittplätzen und bester Ausstattung für Licht und Ton. Nach einer Anleitung kann jeder Interessierte das Angebot nutzen und dort Sendungen produzieren.
Das Equipment kann aber auch ausgeliehen und zu Hause oder „vor Ort“ eingesetzt werden. Das wird zum Beispiel von Schulklassen genutzt, die erste Erfahrungen sammeln oder zum Abschluss einen Film drehen wollen. Aber auch von Vereinen, die Veranstaltungen aufnehmen. Professionell geschnitten, entstehen so viele schöne Erinnerungen an gemeinsame Erlebnisse.

(Foto: b.freisberger)
Im OK hat sich inzwischen auch eine Gruppe gefunden, die ein monatliches DEICHSTADT-MAGAZIN auf die Beine stellt. Dazu werden Nachrichten zusammengestellt, Reportagen geplant, Leute interviewt und aktuelle Beiträge produziert. „Das ist total abwechslungsreich. Es wäre toll, wenn wir noch weitere Mitstreiter finden, die vor oder hinter der Kamera mitmachen“, meint Beate Freisberger, die selbst erst seit einigen Monaten mitdreht. „Egal, ob vor oder hinter der Kamera, es macht einfach Spaß“, ergänzt Wolfgang Steinmetz, der selbst lieber im Hintergrund bleibt.
Neu ist auch der Talk im Turm. Dabei werden im Bistro Turm in der Neuwieder Museumstraße zwei prominente Gäste in lockerer Atmosphäre interviewt, was nicht nur den Promis, sondern auch dem Publikum gefällt. So ließ sich auch Oberbürgermeister Jan Einig beim letzten mal von Moderator Finkemeier manch schöne Geschichte entlocken und war am Ende von diesem neuen Format begeistert. Der OK ist an den Abenden mit drei Kameras dabei und überträgt das Ganze dann in seinem Programm.
Als der Offene Kanal Neuwied in den 90-er Jahren gegründet wurde, war er als ganz normaler Sender auf dem heimischen Fernseher im hinteren Bereich der Kanäle zu empfangen. Das ist heute leider nicht mehr so. Der Offenen Kanal ist im normalen TV-Programm nur noch für Abonnenten von Magenta TV (Kanal 512) oder Vodafone zu sehen.
Die meisten Zuschauer hat er heute über seine Internet-Seite OK4.tv. Dort sind auch in der Mediathek das Deichstadt-Magazin, der Talk im Turm und viele andere Sendungen aus Neuwied zu sehen. Aber auch über youtube wird man schnell fündig.
Der OK versteht sich als lokaler Fernsehsender vor Ort, der vom Engagement der Nutzer lebt. Je mehr Leute mitmachen, um so interessanter das Programm. In Neuwied will man diese Möglichkeiten wieder stärker nutzen und freut sich auf neue Mitstreiter.
Weitere Auskünfte zum Empfang, zum Programm und zu den Mitmach-Möglichkeiten gibt es telefonisch 02631-896543 (bitte auf den AB sprechen) oder per mail an neuwied@ok4.tv
Übrigens: Nächster Talk im Turm am Dienstag, 10.02.206 um 19 Uhr im Bistro Turm, Museumsstr. 10 a in Neuwied. Gäste sind dann Rene Heinersdorff, der Intendant des Schlosstheaters und die Landtagsabgeordnete Lana Horstmann. Der Eintritt ist frei!


