Prof. Dr. Marcus Eckelt hat zum 1. April 2026 die Professur für Berufspädagogik an der Universität Koblenz angenommen.

Bild: Dr. Marcus Eckelt / Esra Özcan - Fotostudio Elif
Die erziehungswissenschaftliche Disziplin Berufspädagogik beschäftigt sich umfassend und multiperspektivisch mit dem beruflichen Bildungswesen. Im Zentrum steht dabei die berufliche Erstausbildung, die weiterhin den quantitativ wichtigsten nachschulischen Bildungsweg für junge Menschen in Deutschland darstellt. Zum Forschungsfeld der Berufspädagogik gehören ebenso die Berufsorientierung am Ende der allgemeinbildenden Schulen, der sogenannte Übergangssektor mit berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen, die universitäre Ausbildung der Lehrkräfte für berufliche Schulen sowie die berufliche Fort- und Weiterbildung.

Eckelt erforscht, wie sich Zugänge zur Berufsbildung für möglichst alle interessierten jungen Menschen sicherstellen lassen. Denn aktuell verfügen fast 20 Prozent der jungen Erwachsenen über keinen berufsqualifizierenden Abschluss. Für die nächsten Jahre plant Eckelt in diesem Kontext unter anderem einen Forschungsschwerpunkt bezüglich der Bedeutung der Raumkategorie Region für das Ausbildungsgeschehen. Hintergrund ist, dass es hierzu bislang noch wenig empirisches Wissen und ein unterkomplexes theoretisches Verständnis gibt.

Prof. Dr. Marcus Eckelt. Bild: Dr. Marcus Eckelt / Esra Özcan - Fotostudio Elif

Zudem möchte Eckelt angehenden Lehrkräften die Komplexität des beruflichen Bildungswesens sowie die darin liegenden Gestaltungsmöglichkeiten vermitteln. Die Lehrkräfte tragen am Lernort Schule maßgeblich dazu bei, dass das emanzipatorische Potenzial der beruflichen Bildung in der Praxis wirksam wird.

Gemeinsam mit den Studierenden, den Kolleg*innen sowie externen Stakeholder*innen möchte er sich für die Stärkung des Lehramts für berufsbildende Schulen an der Universität Koblenz einsetzen: „Aufgrund des demografischen Wandels besteht ein enormer gesellschaftlicher Bedarf an Lehrkräften für berufsbildende Schulen. Es ist wichtig, diesen Bedarf zu decken, da in der Folge sonst die Ausbildung der Fachkräfte leidet, die so dringend für die sozial-ökologische Transformation benötigt werden“, betont Eckelt.

Zur Person

Prof. Dr. Marcus Eckelt studierte Politikwissenschaft sowie Neuere und Neueste Geschichte an der Philipps-Universität Marburg. An den Technischen Berlin promovierte er zum Thema „Zur sozialen Praxis der Berufsbildungspolitik“. Anschließend habilitierte er sich an der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg / Universität der Bundeswehr zum Thema „Zugänge zu Ausbildung – Emanzipatorischer Realismus als Forschungsperspektive der Berufs- und Wirtschaftspädagogik auf ein strukturelles gesellschaftliches Problem“. Er vertrat nach Tätigkeiten als wissenschaftlicher Mitarbeiter die Professur Erziehungswissenschaft / Schul- und Berufspädagogik an der Technischen Universität Berlin.

Als Ausgleich zur akademischen Arbeit treibt Eckelt gerne Sport. Bei passendem Wetter hält er sich gerne draußen auf, er joggt, wandert oder fährt Rennrad.