
Vorgesehene Zuweisungen stärken den medizinischen Auftrag und die regionale Versorgung
Foto: GK-Mittelrhein/Johann Thiessen
KOBLENZ. Das GK-Mittelrhein sieht sich durch die heute bekannt gegebenen vorgesehenen Zuweisungen von 38 von insgesamt 41 beantragten Leistungsgruppen in seiner Bedeutung als Maximalversorger im nördlichen Rheinland-Pfalz bestätigt.
„Das ist ein starkes Ergebnis und eine wichtige Bestätigung für unser gesamtes Team“, erklärt das Geschäftsführer-Duo Christian Straub und Alexandra Kiauk. „Die Entscheidungen unterstreichen unseren zentralen medizinischen Auftrag und unsere Verantwortung für die Menschen im nördlichen Rheinland-Pfalz.“
Insbesondere die medizinischen Schwerpunkte des GK-Mittelrhein wurden umfassend berücksichtigt. Eine zentrale Rolle nimmt beispielsweise das zertifizierte Onkologische Zentrum Koblenz-Mittelrhein – das einzige im nördlichen Rheinland-Pfalz – ein. An diese bereits bestehenden Strukturen knüpft die nun ebenfalls zugewiesene Leistungsgruppe Lebereingriffe an. Sie stärkt das viszeralonkologische Behandlungsspektrum und ist insbesondere für die operative Versorgung von Patienten mit Lebererkrankungen und -tumoren von großer Bedeutung.
Die Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie am Ev. Stift St. Martin ist als Regionales Traumazentrum und als Klinik für das Schwerstverletzungsartenverfahren ebenfalls nicht wegzudenken. Durch das am Ev. Stift St. Martin ansässige anerkannte Zentrum für Querschnittlähmung und die Klinik für Neurochirurgie können auch Patienten mit schweren Rückenmarks- und Kopfverletzungen hoch spezialisiert versorgt werden. Die nun erfolgte Zuweisung der Leistungsgruppe Neurologie bestätigt und stärkt diese vorhandenen Strukturen.
Ebenfalls gestärkt wurden auch die Leistungen rund ums Kind. Mit der Zuweisung der Leistungsgruppe Perinatalzentrum Level 1 im Kemperhof reicht das Altersspektrum der hier behandelten Patienten vom extrem frühgeborenen Kind bis zum Übergang ins Erwachsenenalter.

In der hochwertigen medizinischen Versorgung im Land nicht wegzudenken: das GK-Mittelrhein mit seinen fünf Standorten im nördlichen Rheinland-Pfalz. Fotos: GK-Mittelrhein/Johann Thiessen
„Die wohnortnahe und qualitativ hochwertige medizinische Versorgung ist uns ein großes Anliegen. Deshalb freue ich mich über diese zahlreichen positiven Signale für das Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein und für die Menschen in Koblenz und der Region“, betont David Langner, Oberbürgermeister der Stadt Koblenz und Aufsichtsratsvorsitzender des GK-Mittelrhein.
Auch für den Standort Mayen enthält die Bekanntgabe wichtige Signale. „Die vorgesehene Planung stärkt die medizinische Versorgung in Mayen und Umgebung. Das ist für die Menschen in unserem Landkreis von großer Bedeutung“, erklärt Marko Boos, Landrat des Landkreises Mayen-Koblenz und stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender des GK-Mittelrhein.
Mit der Einführung der Leistungsgruppen wird die Krankenhausplanung in Rheinland-Pfalz ab 2027 neu ausgerichtet. Künftig wird nicht mehr vorrangig anhand von Fachabteilungsbetten geplant. Stattdessen wird festgelegt, welche konkreten medizinischen Leistungen ein Krankenhausstandort vorhalten und erbringen soll. Damit verbunden sind Anforderungen unter anderem an die ärztliche und pflegerische Besetzung, die medizinische Kompetenz, die technische Ausstattung, die Notfallstrukturen und die Zusammenarbeit mit weiteren Fachdisziplinen.
Die heute bekannt gegebenen Zuweisungen sind noch nicht endgültig. Wie alle Krankenhäuser im Land wird auch das GK-Mittelrhein die Unterlagen nun im Detail prüfen und im Rahmen des bis zum 15. September laufenden Anhörungsverfahrens Stellung nehmen. Ob gegen die Ablehnungen einzelner Leistungsgruppen nach Erlass der finalen Bescheide Widerspruch eingelegt wird, entscheidet das GK-Mittelrhein nach Abschluss der Prüfung.
„Wir freuen uns über den derzeitigen Planungsstand. Gleichzeitig nehmen wir unsere Verantwortung im weiteren Verfahren sehr ernst und werden uns konstruktiv dafür einsetzen, dass die Leistungsfähigkeit und der besondere Versorgungsauftrag des GK-Mittelrhein vollständig berücksichtigt werden“, so die Geschäftsführung.
Im Rahmen der Leistungsgruppenzuordnung wurden auch die zukünftigen Regiokiniken im Land thematisiert. Wie bereits bekannt hat sich Landesgesundheitsminister Clemens Hoch für eine Regioklinik in Boppard ausgesprochen. „Gemäß unseren Planungen liegt der Fokus somit zukünftig auf den medizinischen Schwerpunkten Geriatrie, Innere Medizin, Psychosomatik, Wundmedizin und Plastische Chirurgie“, erläutert Geschäftsführerin Alexandra Kiauk.
Für den Standort in Nastätten gibt es eine Ausnahmeregelung mit vier Leistungsgruppen, sodass das heutige Leistungsspektrum vollumfänglich erhalten bleibt. Diese erfolgt im Benehmen mit den Krankenkassen für zunächst drei Jahre.
