Rheinland-Pfalz würdigt außergewöhnliches Wirken in Naturschutz, Jagd, Fischerei, Chorgesang und gelebter Menschlichkeit

Foto: Christiane Gandner
Kreis Neuwied. Mit der Verdienstmedaille des Landes Rheinland-Pfalz wurden in Koblenz jetzt Friedhelm Kurz aus Thalhausen und der Neuwieder Jan Waldorf vom Präsidenten der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD), Wolfgang Treis, geehrt. Vor Ort gratulierte dazu auch Landrat Achim Hallerbach im Namen des Landkreises Neuwied:
„Eine solch hohe Auszeichnung spiegelt die großen Verdienste beider angemessen wider. Bei diesen zwei Ausnahmepersönlichkeiten aus unserem Landkreis ist uneigennütziges Engagement als verbindendes Element zur Lebensaufgabe geworden. In Kombination mit ihren Macher-Qualitäten bereichern sie unser Gemeinwesen in ihren individuellen Schwerpunkten ungemein“, konnte der Landrat das Wirken der neuen Verdienstmedaillen-Träger respektvoll zusammenfassen.

Zu den Gratulanten des Duos zählten für den Landkreis Neuwied auch der 1. Kreisbeigeordnete Phillip Rasbach sowie die Kollegen Ortsbürgermeister Florian Schäfer (Thalhausen), Bürgermeister Pierre Fischer (Verbandsgemeinde Rengsdorf-Waldbreitbach), und Oberbürgermeister Jan Einig (Stadt Neuwied). Auch der Geschäftsführer des Malteser Hilfsdienstes (MHD) aus Neuwied, Dennis Enders, war zur Feierstunde nach Koblenz gekommen.
Friedhelm Kurz nahm die Landes-Verdienstmedaille als eine hochverdiente Anerkennung für sein außergewöhnliches Engagement in Naturschutz, Jagd, Fischerei, Chorgesang und gelebter Menschlichkeit entgegen. So hat sich Friedhelm Kurz über viele Jahrzehnte hinweg unter anderem für die Umwelt, wie etwa als Initiator und Treiber der Renaturierung des Burbachs, vehement eingesetzt. Er war 2013 der „Motor” als es galt, nach der Havarie der Biogasanlage und der starken Verunreinigung des Burbaches, den Blick nach vorne zu richten und den “toten” Burbach wieder neu aufzubauen.

Auch Landrat Achim Hallerbach und der 1. Kreisbeigeordnete Phillip Rasbach sowie Ortsbürgermeister Florian Schäfer (Thalhausen), Pierre Fischer, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Rengsdorf-Waldbreitbach, und Kreisjagdmeister Kurt Milad gratulierten neben der Familie dem Thalhausener „Tausendsassa“ Friedhelm Kurz zur Verleihung der Verdienstmedaille durch SGD-Nord-Präsident Wolfgang Treis: Foto: Christiane Gandner

Heute ist der Burbach wieder lebendig, sogar qualitativ verbessert und es gibt Perspektive für weitere Entwicklungen im Sinne des Naturschutzes und der Nachhaltigkeit.
Neben seinem Einsatz für Natur und Gewässer wie Burbach und Saynbach und dem persönlichen Engagement in der Umweltbildung für Kinder mittels unzähliger Exkursionen zum Thema Glühwürmchen, Fledermäusen und Bach, fand Friedhelm Kurz auch sein Wirken für die Kulturdenkmäler Hausenborn und die Isenburg und den Gesangverein Thalhausen in „seiner“ Verdienstmedaille entsprechend gewürdigt.
„Friedhelm Kurz ist ein unermüdlicher Kümmerer und dies insbesondere, wenn es um Forst, Wald, Jagd, Fischerei oder ums Singen, die Jugend und viele weitere Aktivitäten geht. Ohne großen Aufhebens packt er an, weil ihm seine Heimat am Herzen liegt. Mit seiner ruhigen, unaufgeregten und verbindlichen Art, ist Friedhelm Kurz ein Garant und ein Leuchtturm für die Gemeinde Thalhausen, die Verbandsgemeinde Rengsdorf-Waldbreitbach und den Landkreis Neuwied“, zollte Landrat Achim Hallerbach dem „Tausendsassa“ für dessen Engagement für die Dorfgemeinschaft und das Vereinsleben Lob. Ob als Revierförster, Fischereiberater oder Jagdvorsteher, engagierter Umweltbilder oder leidenschaftlicher Vorsitzender des Gesangvereins – sein Wirken prägt Thalhausen und entfaltet Strahlkraft weit über die Ortsgemeinde hinaus.
Besonders beeindruckend nimmt sich ebenfalls das Wirken von Friedhelm Kurz in humanitären Angelegenheiten wie bei der Hilfe nach der Ahrflut und der Unterstützung für Geflüchtete aus der Ukraine aus. Landrat Achim Hallerbach: „Stets hat er ein offenes Ohr für Mitmenschen: Friedhelm Kurz hilft, wenn Hilfe gebraucht wird.“