Kulturwissenschaftliches Quartett der Universität Koblenz startet Diskussionsrunden

Mit der Veranstaltungsreihe „Das Kulturwissenschaftliche Quartett“ möchte der Fachbereich Philologie/Kulturwissenschaften der Universität Koblenz im Wintersemester 2024/25 dazu beitragen, die Universität als Denkraum und Ort intellektueller Auseinandersetzung zu stärken.

Das Quartett, das sich jeweils aus unterschiedlichen Gesprächspartner*innen der Universität Koblenz zusammensetzt, will ermöglichen, gemeinsam in das Offene zu denken, ohne vorschnelle Lösungen anbieten oder auf einen gemeinsamen Nenner kommen zu müssen. Im Gegenteil: Komplexität, Zweifel und Uneinigkeit sollen ihren Platz haben. Dabei werden die jeweiligen Themen weder fachspezifisch detailliert noch unverbindlich oberflächlich, sondern reflektiert und anschlussfähig behandelt.

Einmal im Monat diskutiert das jeweilige Quartett an einem Mittwochabend von 18:15 bis 19:45 Uhr in Raum F 314 über ein aktuelles Thema im Spannungsfeld von Wissenschaft und Politik mit Beteiligung des Publikums. Das Programm beinhaltet aktuelle brisante Themen:

20. November 2024: Krise ohne Alternative?

Prof. Dr. Christian Geulen und Dr. Michael Hohlstein vom Institut für Geschichte sowie Prof. Dr. Ina Kerner vom Institut für Kulturwissenschaft diskutieren mit Prof. Dr. Andreas Ackermann vom Institut für Kulturwissenschaft zum Thema „Krise ohne Alternative?“

Sie behandeln dabei die Frage nach einem möglichen Kontrollverlust der globalisierten, liberalen Demokratie. Oder handelt es sich bei der unterstellten Alternativlosigkeit um eine Selbsttäuschung, die politische Optionen verschwinden lässt? Welche Spielräume und alternativen Konzepte sind denkbar?

18. Dezember 2024: Für welche Zukunft lehren/lernen wir?

Prof. Dr. Michaela Bauks vom Institut für Evangelische Theologie, Prof. Dr. Christian Geulen vom Institut für Geschichte, Prof. Dr. Constanze Juchem-Grundmann vom Institut für Anglistik und Amerikanistik sowie Vizepräsidentin für Studium und Lehre und Prof. Dr. Ina Kerner vom Institut für Kulturwissenschaft sprechen über die Zukunft des Studiums im Allgemeinen. Sie diskutieren dabei das Für und Wider des avisierten Umbaus der Koblenzer Studiengänge. Moderiert wird die Veranstaltung von Prof. Dr. Andreas Ackermann vom Institut für Kulturwissenschaft.

15. Januar 2024: Politik und/als Gefühl

Prof. Dr. Michaela Bauks vom Institut für Evangelische Theologie, Dr. Thorsten Gieser vom Institut für Kulturwissenschaft und Prof. Dr. Wolf-Andreas Liebert vom Institut für Germanistik erörtern den politischen Umgang mit Wutbürgern, Protestcamps und dem Erfolg sogenannter populistischer Bewegungen. Prof. Dr. Andreas Ackermann vom Institut für Kulturwissenschaft wird die Diskussion mitgestalten und moderieren.

5. Februar 2024: Wider das Dichotomische bzw. den Positionierungszwang

Prof. Dr. Michaela Bauks vom Institut für Evangelische Theologie, Prof. Dr. Matthias Jung vom Institut für Philosophie und Prof. Dr. Ina Kerner vom Institut für Kulturwissenschaft diskutieren mit Prof. Dr. Andreas Ackermann vom Institut für Kulturwissenschaft angesichts aktueller politischer Entwicklungen über Erwartungen an die Wissenschaft, sich möglichst eindeutig bzw. einseitig zu positionieren und warum dies vielleicht eher das Problem als die Lösung darstellt.